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Wien bleibt Krk

Frankfurter Allgemeine Zeitung (D)

2. September 2008 – Rolf Thomas – CD „Wien bleibt Krk“

Knieschaden
Sind zwar lustig, kann man aber trotzdem anhören: Georg Breinschmids Wienerlieder
Dass sich hinter der vielbeschworenen Wiener Gemütlichkeit auch höchst Ungemütliches verbergen kann, ist eine Binsenweisheit. Gleichzeitig bleibt der ganze Krempel doch ansprechend. So ansprechend, dass auch der Bassist Georg Brelachmuseklninschmid, der noch nicht einmal aus Wien stammt, sein Herz an dieses Genre verloren hat und zwar, als er Michael Heltau begleitet hat. Das war vor acht Jahren und seitdem hat Breinschmid fleißig komponiert. Die Ergebnisse sind auf dieser CD, meist im Verbund mit dem Geiger Beni Schmid und dem Norweger Stian Carstensen am Akkordeon, zu hören. Höchst süffig gleiten die Stücke dahin – doch bevor`s zu gemütlich wird, baut Breinschmid eine kratzige Wendung oder eine schrille Dissonanz ein. Dass die „Stammersdorfer Ausdruckstänze“ allerdings fester Programmpunkt des Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker werden, hat Breinschmid nur geträumt. Neben in rein instrumentale Delikatessen kann Breinschmid seine schrulligen Vorlieben auch in gelungene Texte packen. „Komisches Wienerlied“ verarbeitet die Neigung des Komponisten zur Abweichung: „A klane Sekund machts Leben glei rund, und erst mit an G wird a Gis richtig schee.“ Mit dem „Fußball-Aversions-Wienerlied“ wird er wohl so manchem Österreicher, dessen Land demnächst im Rahmen der Europameisterschaft von einer Fußballwelle überrollt wird, aus dem Herzen sprechen: „Jo er konn hoit den Fuaßboi ned leidn, er is hoit amoi z`bled dafia. Er wüü ned sei Zeit bled fargeidn, sich ausschlong die Zehnt oder brechn die Knia.“ Und da der Humor nicht dominiert und auch nicht brachial wird, passt Breinschmids Musik nach wie vor nicht ins Bierzelt, sondern eben ins Cafehaus oder die Schankwirtschaft. Die schönste Platte mit Wienerliedern seit Andre Hellers „A Musi! A Musi!“


Mica (A)

18. März 2008 – Michael Ternai – CD „Wien bleibt Krk“

Vor noch nicht allzu langer Zeit war Georg Breinschmid ausschließlich in der Klassischen Musik beheimatet. Richtig wohl gefühlt dürfte er sich dort aber nicht gefühlt haben, wuchs in ihm doch immer mehr der Drang, neue musikalische Wege einzuschlagen. Der Entschluss des Bassisten den Wiener Philharmonikern und damit der Klassik den Rücken zu kehren, stellte sich aber schon bald als goldrichtig heraus. Nach nur kurzer Zeit konnte sich der in Amstetten geborene Musiker innerhalb der heimischen wie auch internationalen Jazz-Szene einen Namen machen. Es waren vor allem immense Vielseitigkeit und Virtuosität, die Publikum wie Kritiker gleichermaßen zu Lobeshymnen veranlassten. Auf seiner aktuellen CD „Wien bleibt Krk“ widmet sich der Bassist einmal mehr ganz dem Wienerlied. Wie gewohnt geht Georg Breinschmid dabei äußerst facettenreich an die Sache heran und beweist sein ungemein ausgeprägtes Verständnis für unterschiedlichste Genres. So gibt der Titel bereits zum Teil die musikalische Richtung der einzelnen Stücke vor. In Wien kamen schon immer Kulturen aus allen Richtungen zusammen und prägten das Bild dieser Stadt. Aus diesem Grund lässt es der Bassist verschiedenste Stile aus dem gesamten Donauraum in seine Musik einfließen. So vermengen sich in den Kompositionen die Rhythmen und der Spielwitz aus dem Balkanraum mit dem Dreivierteltakt des Walzers und dem Schwung der Polka zu einem einzigartigen Gesamtwerk. Für die Aufnahmen des Albums holte sich Georg Breinschmid eine Schar namhafter Kollegen mit ins Studio. Unter dieser hochkarätig besetzten Combo finden sich Namen wie Beni Schmid, Stian Carstensen, Aleksey Igudesman, Sebastian Gürtler, Thomas Gansch und Roland Guggenbichler. Für den vokalen Teil zeigen sich Agnes Heginger, die Formation 4she, Tini Kainrath und Willi Resetarits verantwortlich.


JTNews – The Voice of Jewish Washington (USA)

18. Dezember 2008 – Gigi Yellen-Kohn – CD „Wien bleibt Krk“

In diesem abenteuerlichen Album eines europäischen klassischen Bassisten, der zum Jazzer wurde, trifft Frank Zappa auf die Blaue Donau. Der Titel, der sich auf eine kroatische Insel – Krk – bezieht, formt den bekannten Spruch „Wien bleibt Wien“ in das Bekenntnis um, dass Wien – zumindest in musikalischer Hinsicht – der Balkan ist. Auf YouTube können Sie sich davon in unterschiedlichen Performances überzeugen – einmal in der Trioversion mit Saiteninstrumenten, einmal mit gedämpfter Trompete, beide Male mit dem Komponisten am Bass. Die einzige explizit jüdische Nummer ist das von dem Film „Vienna’s Lost Daughters“ von Mirjam Unger inspirierte letzte Stück. Aber vielleicht lässt dieses Stück Erinnerung daran, dass Wien einmal war, was New York geworden ist – die Vorstellung eines urbanen jüdischen Intellektuellen vom „heimatlichen Revier“ –, unsere immer noch Shoah-sensitiven Ohren mehr hören als nur zeitgenössischen europäischen Jazz, nicht nur bei dieser Nummer, sondern auf dem gesamten großartigen Album.


Jazzweekly.com (USA)

1. August 2008 – George W. Harris – CD „Wien bleibt Krk“

Lust auf etwas ziemlich Anderes? Weitersuchen ist nicht nötig! Der österreichische Bassist Georg Breinschmid hat eine Band zusammengestellt, die Sänger, Trompete, Klavier und Akkordeon umfasst und die Elemente von Swing, Kabarett-Pop und Bierhallenavantgarde miteinander kombiniert. Breinschmid hat unterschiedlichste musikalische Genres in seine Musik integriert, und man fragt sich mitunter, ob man in einem unkonventionellen Restaurant, einer deutschen Bierhalle, bei den Berliner Philharmonikern oder in einem Spike Jones Radioprogramm ist. Diese Jungs (und Mädels) haben definitiv etwas zu sagen, wie man schon an dem wunderschönen Titelstück oder der Hochschaubahn der „Stammersdorfer Ausdruckstänze“ erkennt. Der „Florentinermarsch“ ist ein ironischer Tribut an „Tijuana Moods“ von Mingus.
Die Texte, auf Deutsch, Englisch und manchmal in Kauderwelsch gesungen, oszillieren von Vorkriegs-Germanischem Weimardeutsch bis hin zu Nietzsche-Nihilismus.
Lustig, wild!


Büchergilde (D)

September 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Diese 76 Minuten sind ein Erlebnis, ein überaus g’spaßiges!
Eine heftig pulsierende Liebeserklärung an Wien, der man stellenweise mit feuchten Augen zuhört – weniger vor Rührung als vielmehr vor lachendem Vergnügen. Den Witz, das Augenzwinkern, den Schmäh bekommen Georg Breinschmid und seine Freunde mit instrumentalen wie mit gesungenen Titeln hin, die von Breinschmid stammen oder von ihm bearbeitet wurden. Der Komponist war Kontrabassist bei den Wiener Philharmonikern und beim Vienna Art Orchestra. Er ist stilistisch mit allen Wassern gewaschen und hat den Schalk im Nacken. Verblüffend, was Breinschmid aus den Kammermusik-Besetzungen der 15 Stücke an Intensität, „Sound“ und (Mehr-)Wert herausholt, etwa bei A klanes Brabitschek mit sich selbst, Gesang und Bass und der tollen Sängerin Agnes Heginger, die vibrierend phrasiert und Töne elastisch biegt. Ein Streich folgt auf den anderen, sehr erlebenswert.


Bayern 4 Klassik (D)

15. Mai 2008 – Roland Spiegel – CD „Wien bleibt Krk“

Das ist verrückte, wilde, wunderschöne, schräge, nicht einzuordnende Musik. Es ist Musik aus Österreich. Und sie ist phantastisch gespielt – von herausragenden Jazzmusikern und Grenzgängern wie Geiger Benjamin Schmid, Akkordeonist Stian Carstensen und Trompeter Thomas Gansch. Sowie natürlich dem Kopf des Ganzen: Das ist der 1973 geborene Bassist Georg Breinschmid. Er hat bei den Wiener Philharmonikern gespielt, aber auch beim Vienna Art Orchestra. Seit er 1999 einer klassischen Orchesterlaufbahn den Rücken gekehrt hat, ist er freischaffender Jazzmusiker. Außerdem ist er ganz offenbar begeisterter Wiener. Der Jazz und die Leidenschaft für Wien prägen seine CD „Wien bleibt Krk“. Krk lässt sofort an eine Insel in Kroatien denken, der Titel ist eine Umsetzung des alten geflügelten Worts „In Wien beginnt der Balkan“. Vertrackte Balkan-Rhythmen kommen denn auch vor, aber noch Vieles mehr: Gypsy- und Polka-Anleihen, hintersinnige Walzer, zersetzte und verfremdete Märsche, versonnene Zwischenspiele – und nicht zuletzt unorthodoxe Lieder.
Ja, auch gesungen wird auf dieser CD. Und das auf besonders verschmitzte Art (als Gaststimme ist auch Willi Resetarits dabei, besser bekannt in der Rockszene als „Ostbahn-Kurti“). Ein Knüller mit aktuellem Bezug ist das „Fußball-Aversions-Wienerlied“. O-Ton daraus: „Schauts eich den Deppm an, der wos ned kickn kann / Wiara am Rasn steht / Sogoa zum Schlatzn is er z’bled“, wobei Schlatzn „spucken“ bedeuten soll. Georg Breinschmid singt diese wunderbar lätscherten Schmäh-Zeilen selber – zu den wohlig-ironischen Tönen eines vierköpfigen Damenchors. Er hat übrigens auch den Text selbst geschrieben. Der Lieder-Reigen auf dieser CD enthält auch ein „Komisches Wienerlied“, das die „Dissonanzerln“ feiert, also alle unharmonischen Klänge („A klane Sekund mocht’s Leben glei rund“), des weiteren ist eine zitierende Hommage an den 1998 verstorbenen Popsänger Falco darunter und – nicht zuletzt – ein ernster Song über jüdische Frauen, die 1939 aus Wien fliehen mussten, als Österreich von Hitlerdeutschland annektiert wurde: „For the lost Daughters and Sons of Vienna“, inspiriert von einem Film von Mirjam Unger. Humor und Ernst halten sich auf dieser CD raffiniert die Waage, so dass keine Gefahr des Abrutschens ins Gewichtslose (und Gesichtslose) besteht. Das verhindert aber auch schon die unbändige musikalische Kompetenz der hier Mitwirkenden. Diese Musik hat immer ein ganz hohes Niveau, ist manchmal auch viel komplexer, als sie vorgibt – sie macht Spaß, ohne sich total den Späßerln hinzugeben. Ein musikalisches „Breinstorming“ (das Wort ist auf Breinschmids Homepage zu finden), das für die Hörer ungemein ergiebig ist. Wien bleibt Krk!


Märkische Allgemeine (D)

30. Juli 2008 – Antje Rößler – CD „Wien bleibt Krk“

Wien bleibt nicht Wien
Wie ein Kontrabassist das verschlafene österreichische Liedgut aufmischt
Potsdam – „In Wien beginnt der Balkan“, sagen die Österreicher. Georg Breinschmid hat sich das zu Herzen genommen und verquirlt das traditionelle Wienerlied mit Polka, Gypsy, Walzer und Jazz. „Wien bleibt Krk“ heißt sein aktuelles Album, das den musikalischen roten Faden gleich im Titel trägt: die Verbindung der österreichischen Hauptstadt mit dem Balkan, versinnbildlicht durch die kroatische Insel Krk. Die ersten Takte des Titelstücks zitieren den Marsch „Wien bleibt Wien“, der dann aber in einen ungeraden Balkanrhythmus übergeht.
Der österreichische Kontrabassist, Komponist und Sänger hat sich als Sideman zahlloser Jazzgruppen einen Namen gemacht; unter anderem spielte er mit Archie Shepp und Charlie Mariano. Nun legt der 35-Jährige sein erstes Album unter eigenem Namen vor, mit einem Trio in Kaffeehausbesetzung, bestehend aus Breinschmid am Kontrabass, Stian Carstensen am Akkordeon und dem Geiger Beni Schmid. Hinzu gesellt sich eine ganze Riege von Gastmusikern und -Sängern, die allesamt den unnachahmlichen Wiener Schmelz draufhaben. Der überzieht dann so unterschiedliche Stücke wie das Ständchen „Musette pour Elisbeth“, die von Frank Zappa beeinflusste Walzerfolge „Stammersdorfer Ausdruckstänze“, eine Gispy-Polka namens „Skubek’s Delight“ oder Breinschmids Hommage an einen großen Komponisten „Mussorgsky, mei oida Freind“.
Breinschmid kommt aus der Klassik. Er studierte Kontrabass an der Wiener Musikhochschule und spielte bei den Wiener Philharmonikern. Vor neun Jahren entschied er, sich ganz seiner Leidenschaft für den Jazz zu widmen. „Mich fasziniert die Freiheit, die in der Improvisation liegt“, sagt er.
Das Wienerlied, jene schunkelnde, melodienselige Tischmusik der Heurigen, entdeckte Breinschmid erst vor ein paar Jahren für sich. Das Schlüsselerlebnis hatte er als Begleitmusiker einer anderen Band. „Als Zugabe spielten wir das Lied ,In einem kleinen Café in Hernals‘ vom Blatt“, erinnert er sich. Davon sei er „unglaublich berührt“ gewesen, was auch daran liegen mag, dass Breinschmid selbst in Hernals wohnt, Wiens 17. Bezirk, den die Einheimischen „Heanois“ nennen.
In seinen eigenen Stücken greift Breinschmid den eingängigen Charme der Wienerlieder auf, um ihn in köstlicher Ironie zu brechen. Sein „Komisches Wienerlied“ ist ein raffinierter Zwölfton-Walzer, dessen Text gegen Österreichs größten Musikheiligen lästert: „Wos an Mozart so toll sein soi, diafts mi ned frogn…“. Das Album streift aber auch ein dunkles Kapitel Wiens, mit einem berührend schlichten Lied, dass den Juden gewidmet ist, die nach dem Anschluss an Hitlerdeutschland fliehen mussten.
Breinschmids Einfühlung in die Wienerische Musiktradition ist erstaunlich, denn der Musiker stammt aus Niederösterreich und verbrachte seine frühe Kindheit in der Schweiz. Umso begeisterter ist er heute von seiner Wahlheimat Wien, wobei es ihm vor allem das kosmopolitische Flair angetan hat. „Ich kenne Wien noch aus Zeiten des Eisernen Vorhangs“, meint er. „Da war alles grau und provinziell. In den letzten 15 Jahren ist die Stadt viel offener geworden.“
Georg Breinschmid hat über Jahre hinweg seine ganz individuelle Phantasiesprache im Wienerischen Tonfall entwickelt, mit Worten wie „Utzn-Schle“ oder „Brabitschek“, die „alles und nichts“ bedeuteten und sich immer wieder in die Texte schleichen. Überhaupt wären Breinschmids Lieder ohne den derben und herzlichen Dialekt nur halb so schön.
Als kongenialer Übersetzer zeigt sich Breinschmid, wenn er den Dialektausruf größten Erstaunens „I schiff an Igl mit Dauernwelln“ sensibel ins Oxford-Englische überträgt und zum Songtitel „I pee a hedgehog with longlasting waves“ macht. Kontrastprogramm sind kreative Mutationen von Falco-Zitaten: „Falco lebt, aber wir leben richtig“.


Jazzthetik (D)

07+08.08 – Wolf Kampmann – CD „Wien bleibt Krk“

Das, was der Jazzliebhaber den Kanon nennt, hat viele Quellen. Blues, Gospel und Broadway zum Beispiel und zuerst. Der österreichische Bassist Georg Breinschmid hat die Tradition des modernen Jazz ausgiebig gelebt. Er spielte im Vienna Art Orchestra und an der Seite von Christian Muthspiel. Doch nicht umsonst lässt auch er gerade das Erbe von Django Reinhardt und Stephane Grappelli aufleben.
Breinschmid will nichts weniger als eine Wurzelbehandlung. Auf seinem neuen Album „Wien bleibt Krk“ bleibt er traditionell, doch definiert er Tradition auf seine eigene Weise. Die CD ist im besten Sinne eine Jazz-CD. Es wird improvisiert, und Quellen aus der Vergangenheit werden auf ihre Zukunftstauglichkeit überprüft. Doch Breinschmid ist Wiener. Warum also auf eine Tradition zurückgreifen, die nicht seine ist? Und wenn er sich aus der Deckung der Vergangenheit herauswagen will, warum einen Alltag vorgaukeln, den er selbst nicht lebt?
Breinschmid will das selbstgefällige Einerlei des Jazzbetriebs, von dem sein Heimatland noch nicht ganz so arg gebeutelt ist wie Deutschland, nicht hinnehmen und aus der Kraft der eigenen Tradition einen stringenten KJontrapunkt setzen. „Veränderung ist für mich eine Triebfeder“, lautet seine Forderung an sich selbst.
Nun ist Georg Breinschmid ja nicht der Erste, der eine unmittelbare Verbindung zwischen österreichischer Musik und Jazz herstellt. Max Nagl leistet in dieser Hinsicht seit Jahren Pionierarbeit, und selbst Joe Zawinul gestand in einem Moment der sentimentalen Überwältigung, dass all seine Stücke Märsche wären und das Wienerische immer einen entscheidenden Teil seines musikalischen Bewusstseins ausgemacht hätte. Doch wenn man mit der eurpäischen – speziell deutschsprachigen – Tradition endlich vorbehaltlos ehrlich umgehen und nicht alles, was im Ruch des Volkstümlichen stünde, aus dem Gesichtskreis der intellektuellen Wahrnehmung verbannen würde, müsste man da nicht in Österreich viel früher ansetzen? Was ist zum Beispiel mit dem für den Jazz noch sträflich unterschätzten Schrammelquartett , das bereits im 19.Jahrhundert eine ungeheuer lebendige, sozial relevante Musik zelebrierte und mit dem Einsatz der Kontragitarre zudem ein Instrument spielte, das dem Jazz auch heute gut zu Gesicht stünde? Ist das nicht Wiener Oldtime Jazz? Wer so weit nicht gehen will, müsste spätestens bei dem Namen Anton Karas ins Grübeln geraten, dessen Spiel auf der Zither 1948 Carol Reeds Film „Der dritte Mann“ genial unterlegte. Wenn das keine hochgradig jazzkompatible Musik ist, woher will dann der eurpäische Jazz seine Identität überhaupt ableiten?
All diese Gedanken spielten freilich kaum eine Rolle, als Georg Breinschmid sich an die Arbeit seines Albums machte. Er wollte nicht nur einfach den einen Traditionsbezug gegen einen anderen austauschen.
Mit Musikern wie dem Trompeter Thomas Gansch, dem Akordeonisten Stian Carstensen und dem Szene-Original Ostbahn-Kurti streicht er vielmehr zwei Aspekte heraus. Da ist einmal der kosmopolitische Charakter der österreichischen Hauptstadt, die bis heute das Flair der K.u.K.- Metropole weiterführt. Zigeunermusik, Balkananleihen, Polka – all das hat nur mittelbar mit dem Wienerlied zu tun. Der zweite Aspekt ist jene typisch wienerische Grübelei: Warum bin ich überhaupt da, was macht meine Existenz aus? Seit mindestens 150 Jahren zeitb sich dieser Hang zum notorischen Selbstzweifel durch jedes authentische österreichsiche Kunstwerk. Breinschmid gehört nicht zu jenen Vertretern, die sich dabei selbst zerfleischen, denn ihm mangelt es nicht an feiner Ironie und der Bereitschaft zu derbem Spott. — „Es gibt viel größere Experten für österreichische Kultur als mich“, wirft er bescheiden ein und mag Recht haben. Aber er ist ein feinsinniger Beobachter und großherziger Vermittler, der für die Liason von Jazz und Wienerlied eine ganz neue Plattform schafft. Seine Musik ist gerade deshalb so brüllend komisch, weil er den Jazz nicht verhöhnt, sondern ein in jeder Hinsicht ernsthaftes Jazzalbum mit neuen Inhalten füllt. Ein konzeptionelles, spielerisches und kulturgeschichtliches Meisterwerk, das hoffentlich viele Nachahmer finden wird.


Jazzzeitung (D)

Nr. 4/2008, September/Oktober – Carina Prange – CD „Wien bleibt Krk“

Der österreichische Bassist Georg Breinschmid hat ein Album eingespielt, dessen Bezug zu Wien und der Wiener Mundart nicht nur seine fixe Idee, sondern ein intensiv geplantes Unterfangen darstellt. Seine eigenen Kompositionen sind es, die, vom Dialektgedicht bis zum Bassinstrumental, Wiener Lebensart, Wiener Schmäh und Wiener Lied in zeitgenössische Kunstmusik verwandeln. Kunst im besten Sinne selbstverständlich. In unterschiedlichsten Besetzungen wird auf „Wien bleibt Krk“ musiziert, gesungen, gesprochen und geschmunzelt – Thomas Gansch, Agnes Heginger und Stian Carstensen seien stellvertrend für alle übrigen Musiker genannt. Das „Fußball-Aversions-Wienerlied“ sprach sicher nicht allen aus der Seele, ist aber auch ein Stück Breinschmid‘sche Befindlichkeit. Dass die Grenze zu Volksmusik und traditionellen Klängen immer wieder von Neuem überschritten wird, versteht sich von selbst. Insbesondere Stück fünf, „A klanes Brabitschek“ präsentiert Breinschmids ungewöhnliche eigene Fantasiesprache, zu der er durch Dialektgedichte von H.C. Artmann und Gerhard Rühm angeregt wurde. Und die Zeile „Weu mi kana fasteht, weu so komisch ich red“ verdeutlicht, dass wir Breinschmid sprachlich nicht überallhin folgen können müssen, um an diesem Album unsere Freude zu haben: allein diese fremden Worte und Klänge zu genießen, ist eine große Inspiration. Und die Musik hat einen hohen Qualitätsgrad.


Musik an sich (D)

August 2008 – Norbert von Fransecky – CD „Wien bleibt Krk“

Englischer Humor ist schwarz, französischer frivol, deutscher plump. Wiener Humor ist krk. Das hat übrigens nichts mit der unaussprechbaren ex-jugoslawischen Insel zu tun.
Damit dürfte klar sein, dass man Georg Breinschmids entweder genial oder völlig dement finden wird. Ethnoanthropolgisch geschulten Fachleuten, die glauben sie seien gegen die Zumutungen von Wien bleibt Krk gefeit, weil sie Danzer und die Erste Allgemeine Verunsicherung, Kreisler und Ambross‘ Watzmann-Epos kennen, sei gesagt, dass man, um Breinschmid zu goutieren, einer Mentalität bedarf, die nicht schreiend die Flucht ergreift, wenn eine Mischung aus Helge Schneider und Frank Zappa, inszeniert von John Cage angekündigt wird.
Es könnte sein, dass es gerade die oft verteufelte EU-Osterweiterung ist, die Breinschmids hypostasierten Banal-Intellektualismus verdaulich macht. „In Wien beginnt der Balkan“ zitiert Breinschmid im Booklet ein geflügeltes Wort, das ihm seit seiner Kindheit vertraut ist. Und es sind nicht zuletzt die Rhythmen und mitreißenden Melodien, dieser ominösen Bergregion Südosteuropas, die Breinschmids Werke nicht nur verdaulich, sondern teilweise sogar tanzbar macht.
Akkordeon, Contrabass, Wiener Schmäh und Dissonanzen verbinden sich zu einer skurrilen Mischung, der man zumindest extreme Originalität zusprechen muss. Ob lebensfrohe Zigeunermusik, Walzer, Sprechgesang, erholsame Nummer im Zwischenbereich von Rock und Pop, schwere Akkordeonnummern oder humorvolle musikalische Glossen, Witz hat Breinschmid immer.
Die Toleranzgrenzen der Hörer werden aber oft massiv ausgetestet. Die Violine kann nämlich nicht nur wild fiedelnd „Skubek’s Delight“ zu einem Highlight des Albums machen, sondern auch mit argem Gekratze nerven.
Der „Florentiner Marsch“ klingt zumindest zu Beginn als wolle Otto einen betrunken Araber karikieren. Auch eine schräge Nummer wie „Komisches Wienerlied“, die John Cage und Stockhausen gegen das Neujahrskonzert in Stellung bringen, setzt nervliche Standfestigkeit voraus.


Jazzpodium (D)

Juli/August 2008 – Tobias Richtsteig – CD „Wien bleibt Krk“

Man kann sich die musikalischen Genres wie Länder vorstellen. In den dicht bevölkerten Mainstream-Hauptstädten werden die jeweils gültigen Trends entwickelt, in den Provinzen der Länder werden regionale Dialekte und seltsame Bräuche gepflegt und an den Rändern eines solchen Landes blüht der kleine Grenzverkehr mit den angrenzenden Nachbarländern bzw. Genres. Georg Breinschmid in einem solchen musikalischen Straßenatlas aufzufinden, dürfte schwierig werden.
Vielmehr gibt der Bassist einen Eindruck von der Realität in der tatsächlichen Kulturmetropole Wien – hier spielte er im Klangfundament des weltbekannten Philharmonischen Orchesters, wurde von Mathias Rüegg ins nicht minder prominente Vienna Art Orchestra berufen, mit dem eigenen Sextett zollt er seinem Vorgänger Charles Mingus stilgerecht Tribut; und präsentiert sich jetzt auf einer neuen CD auch noch als Komponist und Sänger von Wienerliedern.
Dabei kam dieses Universal-Talent der tiefen Töne eher per Zufall zu seinem ersten Bass. Lange hatte Breinschmid es sogar abgelehnt, ein Instrument zu lernen, schließlich waren seine älteren Brüder schon als Berufsmusiker erfolgreich. Doch eines Tages standen zwei Kontrabässe im Wohnzimmer des musikalischen Elternhauses, nur vorübergehend zwar, aber Anlass genug, es doch noch einmal zu versuchen. “ Von ganz vom Anfang an habe ich immer Jazz und Klassik parallel verfolgt“, erzählt Georg Breinschmid und erwähnt nur am Rand die Jahre in der Musikhochschule, in verschiedenen Orchestern und als Kammermusiker u.a. beim Ensemble „Die Reihe“. „Im Jazz bin ich bis zum heutigen Tag Autodidakt“. Erstes Aufsehen erregte Georg Breinschmid, als er 1997 neben dem klassischen Studium bei den Sessions im Wiener Porgy & Bess auftauchte, und bald in Besetzungen mit Mathias Rpegg, Christian Muthspiel, kurz gesagt: im Herzen der Wiener Jazzszene.
Und weil er schon bald ein gefragter Begleiter war, entdeckte er schließlich auf der Bühen mit dem Chansonnier Michael Heltau das Genre „Wienerlied“. „Es gibt diese Art von spezieller Sprache und auch von der Sprachmeldodie her und von einer sehr speziellen Harmonik her – das gibt es eigentlich nur in Wien und das klingt hundert Kilometer in jede Himmelsrichtung schon vollkommen anders, es ist sehr einzigartig.
Und es gibt keine andere Liedform auf der Welt, die nach einer Stadt benannt ist, so eben wie das Wienerlied“. Georg Breinschmid nahm die Tradition der Straßensänger der K.u.K.-Zeit auf und begann eigene Lieder zu schreiben. Zum Beispiel das „Fussball-Aversions-Wienerlied“, eine Auftragskomposition für die Bregenzer Festspiele, zum 25.Jubiläum der WM in Cordoba. „Das ist quasi ein Nationalheiligtum“, erklärt Breinschmid, „weil da hat Österreich Deutschland besiegt, das berühmte Tor von Hans Krankl, obwohl Österreich ausgeschieden ist dabei“.
Breinschmid setzte dem Fussball-historischen Festspiel-Taumel die ironische Bewältigung seiner eigenen Vergangenheit entgegen.
Der ironische Blick prägt auch das „Komische Wienerlied“, in dem Breinschmid von seiner Begeisterung für Dissonanzen singt und wie er „a Gstanzl von Webern“ jedem Mozart vorzöge. Und den Amadeus-gleich verehrten Popstar Falco zitiert er in dem Rockabilly-reißer „I pee a hedgehog with long-lasting waves“, der auf Thomas Gansch zurückgeht, der in größtem Erstaunen auf gut Wienerisch ausrief: „I schiff an Igl mit Dauerwelln“. Den Rockabilly trägt Breinschmid übrigens im Duo mit Trompeter Thomas Gansch vor, schließlich sind ja „Georg Breinschmid & Friends“ angekündigt. Zu diesen Freunden gehören in stets wechselnden Besetzungen auch der Violinist Benjamin Schmid mit seiner Stradivari und der norwegische Akkordeonist Stian Carstensen, mit denen Breinschmid das furiose Gipsy/Polka-Trio „Skubek`s Delight“ quasi vom Blatt aufnahm. Mit der Sängerin Agnes Heginger legte Breinschmid schon 2006 die Duo-CD „Tanzen“ vor. Hier präsentiert er mit der Freundin „A klanes Brabitschek“, eine Ode an eine ganz eigene Phantasiesprache, deren Wörter „nichts – und alles!“ bedeuten können. Die Anregung zu seinen Neologismen bezog Georg Breinschmid zum einen aus den Dialektgedichten von H.C.Artmann und Gerhard Rühm („Hosn Rosn Baa“, 1959); zum anderen ist Wien – und seine Kultur – nach wie vor ein Schmelztiegel für balkanische, slawische und ungarische Einflüsse. — „Balkandrom“ – ein Trio mit den zwei Geigern Sebastian Gürtler (vom Hugo Wolf Quartett) und Aleksey Igudesman (der seinerseits auf einer Santo Serafin 1717 und mit Gürtler im Comedy-Duo „Tandem“ spielt) – spiegelt das wieder: Breinschmid schrieb die Melodien – in teilweise halsbrecherisch ungraden Taktarten – auf einer Zugfahrt nach Kärnten.
Er hat die Vibrationen seiner Heimat tief in sich aufgesogen. Und da schwingt von Mozart bis Metal, von Walzer bis hin zum schwarzen Meer so einiges mit.
Als wehmütigen Blick in die glorreiche Vergangenheit, als Wien auch politisches Zentrum von Südost-Europa war, will Breinschmid seine Hommage „Wien bleibt Krk“ nicht verstanden wissen, „weil: Nostalgie ist nicht gut“, Genauso wenig war der Komponist jemals auf der kroatischen Insel Krk in Urlaub. Gleichwohl bezeichnet sein Plattentitel ziemlich genau, welche Art „Wienerlied“ hier gemeint ist.
Sobald sich eine gewisse Heurigen-Seligkeit einzustellen droht, rettet ein 7/8-Takt die Aufmerksamkeit, teure Stradivariklänge steigern sich zu Spaltklängen, wie sie sich so mancher Elektrogitarrist vor großen Boxtürmen wünschen mag.
Schade nur, dass Georg Breinschmid und seine Freunde, die vielen Gastmusiker, nicht auf einer „Wien bleibt Krk“-Tournee gemeinsam präsentieren kann. Sondern immer nur einzelne seiner Wienerlieder in seine Auftritte in Konzerthäusern und Jazzclubs einstreut. So bleibt uns die CD in sein ganz persönliches Wien, wo „Mussorgsky, mei oida Freind“ gleich neben Falco wohnt, wo Witze über die musikalische Qualität Mozarts und Schönbergs gerissen werden, schwarzer Humor mit blendender Virtuosität einher geht. Aber diese CD ist mit ihrem intelligent deutsch/englisch designten Booklet ein Kunstwerk, das bleibt. Und Wien bleibt Krk.


Jazzthing (D)

Juni-August 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Jessas, wos a Musi! Dass in Österreich feinsinniger, selbstironischer Humor und tiefste Ernsthaftigkeit keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille sind, wissen wir seit Ernst Jandl, Georg Kreisler, Hansi Hinterseer und dem Wiener Opernball. Als Bassist der Wiener Philharmoniker und des Vienna Art Orchestra musste Georg Breinschmid – obwohl als gebürtiger Schweizer nicht genetisch vorbelastet – derselben ironisch durchbrochenen Liebe zu Wien und seiner Musik verfallen. Demenstprechend könnte man die ersten fünf Minuten der „Stammersdorfer Ausdruckstänze“, ohne Verdacht zu erregen, in einem Cafe oder Ballhaus spielen, bevor das Stück langsam in Dissonanzen und quietschende Glissandi abgleitet. Denn: „A klane Sekund mochts Leben glei rund, und erst mit an G wird a Gis richtig schee“, wie Breinschmid in seinem „Komischen Wienerlied“ bekennt.
Ausser komischen Wienerliedern (darunter eines über Mussorgky für Akkordeon Solo, eines mit Dada-Texten sowie ein eigentherapeutisches
„Fußball-Aversions-Wienerlied“) gibt es Musette-Walzer, halsbrecherische Polkas, Zappa-Reminiszenzen, und musikalische Zitate zuhauf. Das Album gipfelt in einer Harakiri-Version des Florentiner Marsches mit einem vom Irrsinn beseelten Vokalpart des Trompeters Thomas Gansch. Naa, is des a Gaudi! (fva)
Anm.: Trotz meines Geburtsortes Amstetten – in Niederösterreich, nicht in der Schweiz gelegen – fühle ich mich der Wiener Kultur sehr verbunden. :-)) G.Br.


Folker (D)

4/08 – Martin Steiner – CD „Wien bleibt Krk“

Die für den „Folker“ relevantesten Alben stammen diesmal unter anderem aus der Peripherie des deutschen Sprachgebiets. Georg Breinschmid & Friends, „Wien bleibt Krk“ beinhaltet nur drei gesungene Lieder. (Anm.: Hier irrt der Rezensent, es sind insgesamt 5 Lieder mit Text – 4 Wienerlieder, sowie das „Hedgehog“-Stück. G.Br.) Die Texte sind witzig, wurden dem Rezensenten aber nur dank der englischen Übersetzung verständlich. Breinschmid war lange Jahre Kontrabassist der Wiener Philharmoniker und des Vienna Art Orchestra. Mit diesem Album möchte er seine „ganz persönliche Melange aus Wienerliedern, Walzern, ungeraden balkanischen Rhythmen und vielem mehr“ vorstellen. Und was für eine Melange ist daraus geworden! Im Zusammenspiel mit Geige und/oder Akkordeon entstand eine hochinspirierte Musik, die immer spannend und voller Gefühle bleibt. Für Bassisten eine Lektion, was man alles mit diesem Instrument machen kann, ohne vordergründig effekthascherisch zu sein, hätte das Album auch den Titel „Die Besondere“ verdient.


TitelMagazin (D)

3. Juli 2008 – Thomas Rothschild – CD „Wien bleibt Krk“

Prädikat: unverzichtbar
Breinschmid bedient sich beim Wienerlied und bei den Schrammeln, bei der Balkanfolklore und beim Jazz, beim Schlager und bei der Salonmusik.
Gibt es noch originelle Musik, mit Einfällen und mit Witz? Es gibt sie noch, und sie kommt – von wo wohl? – aus Wien. Der Kontrabassist Georg Breinschmid hat Freunde um sich geschart, und er holt sich für seine Kompositionen die Anregungen, wo er sie gerade findet. Er bedient sich beim Wienerlied und bei den Schrammeln, bei der Balkanfolklore und beim Jazz, beim Schlager und bei der Salonmusik. Das ist musikalisch aufregend und intelligent geblödelt, etwa mit dem Nonsenstext von „A klanes Brabitschek“. Ein „Zwischenspiel“ trägt den Titel „Mussorgsky, mei oida Freind“, hat aber mit dem russischen Komponisten dieses Namens nichts zu tun. Und was gemeint ist mit „I pee a hedgehog with long-lasting waves“, mag einem ein Rätsel bleiben, während man der schmissigen Musik zuhört. Das Beiheft verrät: es handelt sich um eine wörtliche Übersetzung des wienerischen Ausdrucks: „I schiff an Igl mit Dauerwelln“. Alles klar?
Georg Breinschmid beruft sich unter anderem außer auf Frank Zappa auch auf Spike Jones, einen der ganz großen Musikclowns, in den USA ein „Klassiker“ des schrägen Humors, bei uns leider noch unbekannter als Peter Schickele und Gerard Hoffnung. Breinschmids Freunde: das sind Beni Schmid, Aleksey Igudesman und Sebastian Gürtler an der Violine, Stian Carstensen am Akkordeon, Thomas Gansch an der Trompete, Roland Guggenbichler am Klavier, sowie Agnes Heginger, vier Damen, die sich 4she nennen, Tini Kainrath und Willi Resetarits, auch als Dr. Kurt Ostbahn in Österreich weltberühmt (Gesang).


The Run-Off Groove (USA)

17. Juli 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Beurteile nie ein Buch nach seinem Umschlag, heißt es, und auf dieses Album trifft dieses Sprichwort definitiv zu. Das Cover-Foto von Georg Breinschmid zeigt ihn über etwas schwebend, was aussieht wie ein Kontrabass oder ein Cello, und er hält neugierig eine Flöte in der Hand. Als ich den Kontrabass sah, ging ich davon aus, dass es sich um Jazz handeln würde, aber wenn man die Musik von „Wien bleibt Krk“ (Zappel Music) hört, entdeckt man, dass dieses Werk nicht so einfach zu kategorisieren ist, sondern offener und eigenartiger ist.
Dieser österreichische Musiker hat sowohl Jazz als auch Klassik gespielt, aber auf dem größten Teil dieses Albums kehrt Breinschmid zurück zu seinen Wurzeln und reist durch das Land, um sich selbst und seine Freunde mittels Musik vorzustellen. Das Album wirkt beinahe wie ein Folk-Album, aber es gibt einen akustischen Faden, der sich durchzieht und der zeigt, dass diese Musik mit ihren Melodien und Arrangements, die sich nicht nur auf einfache 4/4 oder 3/4 Takte beschränken, viel mehr ist als Folk.
Die Nummer „Interlude: Klanes Wiener Basssolo“ ist mehr auf der jazzigen Seite, aber dann leitet sie über zu einer süßen Melodie namens „Stammersdorfer Ausdruckstänze“, die mich an die Musik erinnert, die meine Oma heiß und innig geliebt hat. Diese Erkundung seiner eigenen Wurzeln mittels Jazz und Folk ist es, was diese Reise in ein Heimatland, das Sie nie gesehen haben, aber sehr gern eines Tages bereisen würden, so hörenswert macht. Breinschmid und die Musiker, die ihn begleiten, wissen, was sie tun, und man spürt, wie sehr er sein Land und dessen Bewohner liebt. Was er durch seine Musik schafft, ist ein Brückenschlag zwischen Altem und Neuem; er lässt seine Hörer wissen, dass er und sein Volk niemals vergessen werden, was vor ihnen war, und dass wir voller Hoffnung auf das Neue blicken sollten, das uns die Zukunft bringt.


Audiophile Audition (USA)

8. Juli 2008 – John Henry – CD „Wien bleibt Krk“

Diese wilde, wollige österreichische Produktion erinnerte mich an die seltsamen Musikmixturen, die manchmal aus Holland und Belgien kommen, aber sie weist einige Elemente eindeutig deutschen Humors auf. Unten auf jeder deutschen Textseite sind die englischen Textpassagen kopfüber in Rot gedruckt, also liest man den englischen Text insgesamt gesehen von rechts nach links. Es gibt keine wirkliche Übersetzung für den Titel der CD, aber das erste Stück (Nr. 1) nimmt Bezug auf ein bekanntes österreichisches Sprichwort, das lautet: „Der Balkan beginnt in Wien“. Die Melodie beginnt mit einem Zitat eines bekannten Marsches von Schrammel, „Wien bleibt Wien“, und geht dann in eine 7/8-Takt-Balkan-Folkorgie über.
Die Musik ist ein ungestümer Mix aus europäischem Folk, Polka, Walzer, Tango, Biergartenliedern, Klassik – einfach allem, ausgenommen Funk, Blues oder Rap. Die Liebe des Bassisten Breinschmid zu Wien und seine Verbindung zu dieser Stadt scheinen das wichtigste Bindemittel zu sein, das die unterschiedlichen Stücke zusammenhält. Die Texte sind teilweise englisch, hauptsächlich aber deutsch – oft beides innerhalb desselben Stücks. Es gibt auch einige Tracks mit einer Fantasiesprache, die Breinschmid selbst erfunden hat. Mir sind schon einige sehr eigenartige CD-Titel untergekommen, aber einer der Songtitel auf dieser CD schießt eindeutig den Vogel ab: „I pee a hedgehog with long-lasting waves.“ I glaube, in einem Biergarten herumhängen und trinken gehört bei dieser Nummer einfach dazu.
Der letzte Song, „For the Lost Daughters and Sons of Vienna“ für zwei Vokalisten und Klavier, wurde von Breinschmid anknüpfend an einen aktuellen Film komponiert, „Vienna’s Lost Daughters“, der von acht jüdischen Frauen handelt, die ihre Geburtsstadt 1939 verlassen mussten und seit damals in New York City leben, sich ihrer verlorenen Heimat Wien aber immer noch sehr verbunden fühlen. Diese CD macht vermutlich mehr Spaß, wenn man Deutsch kann, aber sie ist eine gelungene Mischung aus Sounds und Gefühlen auch für alle, die es nicht können.


Gjmatthia.blogspot.com (D)

20. Juni 2008 – Günther J. Matthia – CD „Wien bleibt Krk“

»Fußball-Aversions-Wienerlied«, »I pee a hedgehog with long-lasting waves«, »An uns zwaa kummt kana foabei«… – merkwürdige Titel. »Mussorgsky, mei oida Freind« oder »For the lost daughters and sons of Vienna« – ebenfalls recht ungewöhnliche Bezeichnungen für Musikstücke. Allerdings nicht für Georg Breinschmid, den ich bis vor kurzem nicht einmal dem Namen nach kannte.
Eine Blogleserin schenkte mir diese CD, die ihr ausnehmend gut gefiel und von der sie annahm, dass sie auch meinen Ohren gut bekäme. Was in der Tat der Fall ist. — »Wien bleibt Krk« nennt sich die heiße Scheibe voller Überraschungen. Der Künstler, der dieses einmalige Wiener Mischmasch aus »Klassik, Gipsy, Polka, Wienerliedern, Walzern und Schnörtzenbrekker«, was immer letzteres auch sein mag, mit einigen Freunden aufgenommen hat, ist ein Multitalent.
Georg Breinschmid studierte klassischen Kontrabass an der Wiener Musikhochschule und war während des Studiums als Substitut in verschiedenen Wiener Orchestern (Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker u.a.) sowie auch kammermusikalisch tätig. Von 1994 bis 1996 war er im Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester engagiert, von 1996 bis 1998 bei den Wiener Philharmonikern. Ein Mann, der mit seinem Instrument umzugehen weiß und – »Wien bleibt Krk« zeigt es mir – ein Mann mit sehr viel Humor und Talent für weit mehr als die Klassik.
Die CD enthält überwiegend instrumentale Stücke, aber die haben es auch ohne Texte faustdick hinter den Ohren, falls Stücke Ohren haben. Was ganz harmlos als Caféhausmusik daherkommt, überrascht plötzlich mit schrägen Tönen oder dem Wechsel in ein völlig anderes Genre. Da ist keine Tradition heilig, selbst des Wieners liebstes Kind Mozart bekommt sein Fett weg. Breinschmid hat wohl auch mit dem »Fußball-Aversions-Wienerlied« den Erfolg der österreichischen Mannschaft bei der EM 2008 vorausgeahnt:
Schauts eich den Deppn an, der wos ned kickn kann / Wiara am Rasn steht / Sogoa zum Schlatzn is er z’bled. — »Schlatzn« soll wohl Spucken heißen, wie man dem unmissverständlichen O-Ton nach dieser Zeile entnehmen kann. Besonders angetan hat es mir auch »Komisches Wienerlied«, weil man da endlich erfährt, warum ein G erst mit einem Gis zusammen etwas Hörenswertes darstellt.
Irgendwie haben sich einige Wiener schon seit vielen Jahren in mein musikalisches Herz »einigschlichn«, von Wolfang Ambros über Georg Danzer bis zu DÖF (was für Deutsch-Österreischisches-Feingefühl steht). Georg Breinschmid hat sich nun dazugesellt.
Fazit: Unbedingt empfehlenswert für Menschen, die sich gerne überraschen und aufs musikalische Glatteis führen lassen, jenseits aller Genregrenzen. Und für Fußballverächter sowieso Pflicht.


Westfälischer Anzeiger (D)

Juli 2008 – Ralf Stiftel – CD „Wien bleibt Krk“

Kein Wunder, dass die Österreicher bei der Fußball-EM ausschieden.
Wenn ein Wiener auch eine Platte mit einem „Fußball-Aversions- Wienerlied“ herausbringt! Und der Refrain geht so: „Jo er konn hoid den Fuaßboi ned leidn…“
Georg Breinschmid, geboren 1973, war klassischer Kontrabassist, hat bei den Wiener Philharmonikern gespielt, bis er seiner Liebe zum Jazz folgte. Der Titel dieses Albums, das in Österreich begeistert gefeiert wurde, variiert „Wien bleibt Wien“. Und das klassische Wienerlied gehört zu den wichtigsten Inspirationen dieser Scheibe. In kleinen Besetzungen, mal mit Akkordeon, mal mit Violine, öfter mit schrägem Gesang, erklingen hier kleine Liedschätzchen zwischen Folklore und Jazz, deren Verschmitztheit auch den Nicht-Wiener schnell packt. Und wenn Breinschmid dann noch den österreichischen Slang-Spruch „I schiff an Igl mit Dauerwelln“ im Duo mit Trompeter Thomas Gansch zu einem swingenden Oldtime-Jazz verarbeitet, dann spätestens hat er einen.


Westzeit.de (D)

1. Juni 2008 – Karsten Zimalla – CD „Wien bleibt Krk“

Eher verrückt (aber wieder im besten Sinne) könnte man Georg Breinschmid nennen. Der Kontrabassist hat mit seinen FRIENDS eine CD mit dem seltsamen Titel „Wien bleibt Krk“(Zappel Music/Codaex) aufgenommen. Nicht nur weil darauf ein „Fußball-Aversions-Wienerlied“ erklingt (ein Genuß für jeden, der dieses unästhetische Treiben so haßt wie ich) und er eben diesem (Wiener) Lied eine ganze Menge neuer Nuancen abgewinnen kann, sondern auch weil der Typ Humor hat und ein richtig guter Musiker ist, macht diese Platte auch Menschen Spaß, die Österreich nicht so sehr mögen (ich gehöre dazu).


Böblinger Bote (D)

11. Juli 2008 – Michael Stürm – CD „Wien bleibt Krk“

Das Kaffeehaus groovt
Für crossover-feste Ohren kommt der ultimative Geheimtipp aus Wien. Dort lebt und wirkt der Bassist Georg Breinschmid. Der hat sein Gerät schon bei den noblen Wiener Philharmonikern und dem „Vienna Art Orchestra“ -zusammen mit Joe Zawinul, Österreichs hervorragendster Beitrag zum Jazz – gestrichen und gezupft. Auf seiner Solo-Scheibe „Wien bleibt Krk“ (ZappelMusic/CodaEX) verortet Breinschmid seine überragende Virtuosität, eine gehörige Portion Humor und großartige Musiker am Schmelzpunkt von Mitteleuropa und Balkan. Kaffeehaus, Polka, Musette, Klassik, die improvisatorische Energie des Jazz, die schrägen Metren des Balkan-Folk und lustvoller Avantgardismus formieren sich zu einem Album, das Riesenspaß macht. Das Schrammeln und Schrummeln wird von anarchischen Brechungen torpediert, keine Komposition von musikalischer Subversion und vertrackten Basslinien verschont. Dafür gibt`s den Wiener Schmäh zur Genüge im 3/4-Takt, Geige, Akkordeon, Trompete spielen alpine Zählzeiten schwindlig. Zappa und Dada kommen ebenso nicht zu kurz und machen diese CD zum Gesamtkunstwerk. Eindeutiger Befund: A Woansinn, diese Platte.


Sonic Pages (A)

Wolfgang Schramml, Tonmeister – CD „Wien bleibt Krk“

Die Arbeit im Tonstudio ist ja nicht immer so lustig, wie der Laie glauben möchte. In diesem Fall aber war es eine schöne Geste des Schicksals, dass man für stundenlange konzertante Privataudienzen bei erstklassigen Musikern auch noch bezahlt wird.
Man kennt ihn von den Wiener Philharmonikern, vom Vienna Art Orchestra und in Zusammenhang mit vielen anderen Besetzungen. Ein Musiker, der sich durch Virtuosität, Spielfreude und grandiosen Witz auszeichnet: Der Kontrabassist Georg Breinschmid stellt sich mit der CD „Wien bleibt Krk“ auch als Produzent vor. — Burlesk, charmant, feinsinnig und derb, nonchalant, gewieft, traditionell (und) hinterfotzig überzeugen seine hier präsentierten Werke durch ausgereifte Tonalität bei gleichzeitiger unverhohlener Selbstironie.
Ob gesungen oder instrumental, man weiß nie, ob womöglich im nächsten Augenblick Johann Strauss Sohn mit einem außerirdischen Kampfhund um die Ecke biegen wird.
Es versammelt sich auf dieser CD eine erlesene Schar von Ausnahmekünstlern, unter anderen Beni Schmid, Stian Carstensen oder Thomas Gansch.
Vom romantischen Duktus bis zum Berserkertum einer Irrenhauskapelle ist es bei Breinschmid und den Seinen kein breiter Weg. Hinter mancherorts verstreuten, harmlosen Gesten verbergen sich intelligente Finten und Volten. Aber auch im ernsteren Liedgut vermag der versierte Kontrabassist mit seinen Kompositionen durchaus zu überzeugen. Wem beim Duett „Lost Daughters“ – bittersüß interpretiert von Tini Kainrath und Willi Resetarits – beide Augen trocken bleiben, der sollte lieber bei der Fremdenlegion anheuern.
Dass der Balkan in Wien beginnt, ist eine alte Weisheit. Georg Breinschmid hat hier ein Argument parat, dass jene Einschätzung noch immer seine Gültigkeit hat. Und dass dies gut so ist.


Jazzpodium (D)

Jörg Konrad – CD „Wien bleibt Krk“

Ganz am Schluss des letzten Titels, „For the lost daughters and sons of Vienna“, sagt Georg Breinschmid zu seinen Mitmusikern in breitem österreichischem Dialekt: „Nein, das kannst‘ nicht auf die Platte geben“. Vielleicht ein Schlüsselsatz. Denn dieser Gedanke drängt sich während des gesamten Albums des Bassisten immer wieder einmal auf.
Dabei hat Breinschmid mit „Wien bleibt Krk“ eine einzigartige Hommage an seine Heimatstadt abgeliefert. Trotz allem liebevollen Sarkasmus – oder vielleicht auch gerade deshalb. Weit über eine Stunde vertieft sich der im Klassik- wie im Jazzfach erprobte in den kulturellen Schmelztiegel Wien, bringt all die musikalischen Einflüsse vom Balkan bis zum Walzer, vom Wiener Lied bis Falco-Pop, von Johann Schrammel bis zur Avantgarde in einen kulturellen Zusammenhang. Eine kreuzgefährliche Mischung, möchte man glauben. Doch Breinschmid schafft diesen enormen Spagat mit virtuosem Kompositionsgeschick und einem kräftigen Schuss Humor. Und selbstredend mit einer Garde Instrumentalisten, die mit ihrem Leader und seinen ausgefallenen Ideen durch dick und dünn zu gehen scheinen. Allen voran der Geiger Beni Schmid, dicht gefolgt von dem norwegischen Akkordeonwunder Stian Carstensen und natürlich Breinschmids langjährigem Freund und Kollegen Thomas Gansch an der Trompete. Sie alle lassen „Wien bleibt Krk“ zu einem kunterbunt mitreißenden Fest virtuoser, ironischer Musikalität werden. Selbst dann noch, wenn einem mal, wie in der Textzeile „Ois Kind in der Schule beim Turnunterricht / do bin ich ein Kicker gewesen hoit nicht“, der „gute Geschmack“ im Halse stecken zu bleiben droht.


Wiener Zeitung (A)

7. März 2008 – Christoph Irrgeher – CD „Wien bleibt Krk“

„Wien bleibt Krk“ – schon allein mit diesem Titel schießt Georg Breinschmid den Vogel ab. Doch die CD des Kontrabassisten ist nicht nur außen, sondern auch innen hui: Hier frönt man feurigen Balkanrhythmen, singt Wienerlieder über die Anmut der Zwölftonmusik oder ein Kicker-Armutschkerl, das sogar „zum Schlatzn z’bled“ ist, und liefert neben allem virtuosen Furor auch noch bestrickend schöne Romanzen. Kurz gesagt: Eine prächtige Wiener Melange, gebraut aus goldherzigen Melodien und zua g’rasten Rhythmen, gespielt von Kapazundern wie Geiger Beni Schmid, Akkordeonist Stian Carstensen und Trompeter Thomas Gansch. Seavasg’schäft!
Blendende Mischung.


Gitarre & Bass (D)

Juli 2008 – lt – CD „Wien bleibt Krk“

Georg Breinschmid & Friends spielen auf „Wien bleibt Krk“ (codaex/zappel music) genau die Art von Instrumentalmusik, die man mit Österreichs Hauptstadt verbindet. Allerdings wurde hier die dezente danubische Tristesse durch Humor ersetzt. Und spätestens beim dritten Track ist man sich sicher, dass gleich der gute Hans Moser um die Ecke dackelt, um in seinem unnachahmlichen unverständlichen Vokalsound kurz moal Servus zu sogn und ein paar Mozartkugeln einzuwerfen. Ganz groß auch das „Fußball-Aversions-Wienerlied“, bei dem Breinschmid als Sänger brilliert. Der 1973 geborene, klassisch ausgebildete Kontrabassist spielte u.a. im Orchester der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Philharmonikern, die er dann 1999 verließ, um Jazz-Musiker zu werden. Er arbeitete anschließend mit dem Vienna Art Orchestra, Jasper van`t Hof, Archie Shepp, Harry Sokal, Christian Muthspiel u.v.a. Toller Musiker und – obwohl ich nie gedacht hätte, dass ich mir so eine Musik länger als drei Minuten anhören kann – ein gelungenes Album.


Kurier (A)

16. März 2008 – Werner Rosenberger – CD „Wien bleibt Krk“

Eine akustische Frischluftkur für das mit Balkanrhythmen aufg’schnupfte Wienerlied vom Kontrabassisten Georg Breinschmid und Freunden wie Geiger Beni Schmid, Akkordeonist Stian Carstensen und Trompeter Thomas Gansch. Famos!


Sim’s Kultur/Beilage zu „Die Presse“ und „Kurier“ (A)

2/2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Es ist mittlerweile schon müßig zu bemerken, dass der Balkan auf dem Wiener Rennweg beginnt, wie es einst Metternich formulierte. In der österreichischen Bundeshauptstadt entkommt man der musikalischen Balkanisierung in Form von Festivals, Gastspielen und Kollaborationen nicht. Umso erstaunlicher, dass es Georg Breinschmid mit seinem Freundeskreis auf „Wien bleibt Krk“ schafft, der Thematik, vor allem durch Verquickung von Jazz, Schrammel-Ästhetik und humorigen Texten, eine neue Facette zu verpassen. Es gelingt dem Bassisten, das Wiener Lied und dessen südosteuropäische Wurzeln zu feiern, ohne in österreichischtypische Suderei oder Lobhudelei auszubrechen. Die Seitenhiebe und Spitzen sind unüberhörbar. Da werden H.C.Artmann und der einzige österreichische Popstar (natürlich Falco) zitiert, um gleich im Song Probleme mit dem Copyright zu befürchten. Wenn der Text nach eigenen Angaben schon älter ist und sich auf demütigende Schulerlebnisse bezieht, ist das Fußballaversions-Wiener-Lied Wasser auf die Mühlen der EURO-2008-Skeptiker. Musikalisch wird in Breinschmids Arrangements verschmolzen, was einst schon gemeinsames Liedgut war, um von schrägen Einsprengseln wieder aufgebrochen zu werden. Zusammen mit seinen „Friends“, zu denen unter anderen Aleksey Igudesman, Thomas Gansch, 4she, Tini Kainrath und Willi Resetarits gehören, gelingt Georg Breinschmid mit „Wien bleibt Krk“ eine nach vorn gerichtete musikalische Feld- und Ahnenforschung, ohne sich an den aktuellen Balkan-Hype oder die Wiener Glückseligkeit anzubiedern.


Sound & Media (A)

Mai 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Still und heimlich wird das Wienerlied zum bevorzugten Genre österreichischer Musiker. Vor allem die Jazzer erfinden die bekannten Melodien neu. Der Bassist Georg Breinschmid, der seine musikalische Sozialisation in der Klassik fand – u.a. spielte er beim NÖ.Tonkünstlerorchester und den Wr.Philharmonikern – macht sich einen Spaß, sich musizierend mit Kollegen wie Tini Kainrath, Thomas Gansch, Agnes Heginger oder Beni Schmid, und auch selbst singend eine musikalische Donaufahrt zu unternehmen. Vom Klassiker bis zur Worldmusic, vom witzigen „Fußball-Aversions-Wienerlied“ bis hin zum sentimentalen Filmsong ist alles unter dem großen Motto „Wienerlied neu“ originell verpackt. Aufgrund der Mitwirkenden ist auch eine hohe Qualität gegeben.


Neue Kärntner Tageszeitung (A)

18. April 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Der Hit für alle, denen die EURO schon auf’n Senkl geht
Wer diverse Hymnen zu EURO 2008 nicht mehr aushält, dem liefert Jazzbassist Georg Breinschmid eine willkommene Alternative: Auf der bereits erschienen CD „Wien bleibt Krk“ findet sich unter den selbst komponierten Wienerliedern des Ex-Wiener Philharmonikers auch das „Fußball-Aversions-Wienerlied“: Spätestens Ende Juni lässt es sich fein mitsingen bei „Des Kickn des woa ma hoit imma scho z`bled“. Auch sonst bietet Breinschmid mit Gästen wie Willi Resetarits und Thomas Gansch eine unterhaltsame, balkanesk-wienerische Musikmsichung. Hörenswert, nicht nur wegen Textzeilen wie „Wos an Mozart so toll sein soll, diafts mi ned frogn“!


Mostviertel-Basar (A)

22. April 2008 – Doris Schleifer-Höderl – CD „Wien bleibt Krk“

Der gebürtige Amstettner macht mir als gebürtiger Wienerin mit dieser CD ein tolles Geschenk. Jede einzelne der 15 Nummern ist zum Niederknien. Der einstige klassische Kontrabassist der Wiener Philharmoniker widmet sich heute dem Jazz. Gottlob, muss man sagen, denn sonst wäre „Wien bleibt Krk“ wohl nie entstanden.
Breinschmid präsentiert hier Walzer-, Polka- und Gipsy-beeinflusste Stücke aus dem gesamten Donauraum. Wien war und ist ein Schmelztiegel der Nationen und das wurde nun musikalisch festgehalten. Für mich präsentieren die Kompositionen das neue Wienerlied.
Die Texte sind ebenso genial und verkörpern Frische und Originalität.
Schon alleine deswegen sollte man sich die CD bei nächster Gelegenheit reinziehen!


Radiomagazin (CH)

Nr. 25/26 2008 – Frank von Niederhäusern – CD „Wien bleibt Krk“

Der Wiener Bassist giesst den Schmäh seiner monarchisch geprägten Heimat seit längerem in schalkhafte Musik zwischen Schrammln und Zappa. Nun greift er aufs Alte Wienerlied zurück und mischt sie zu Pratertänzen. A Woansinn!


Schwarzataler Bezirksbote/NÖN (A)

28. Februar 2008 – Wilfried Scherzer – CD „Wien bleibt Krk“

Selten sprießt ein Pflänzchen aus den unendlichen Welten des Musik-Universums. und wenn so ein akustisch-botanisches Ereignis losbricht, ist meist der Herr Resetarits – der Doktor – oder der Thomas Gansch am Rührwerk. Bei vorliegender Köstlichkeit waren beide Obgenannte maßgeblich beteiligt. Und das „Fußball-Aversions-Lied“ ist angesichts drohender Euro 2008 einfach Freude spendend …
***** = Der Pflichtkauf


Kulturwoche.at (A)

Manfred Horak – CD „Wien bleibt Krk“

Gelenkig und reich an Phantasie präsentiert sich Georg Breinschmid auf dem Album Wien bleibt Krk, einem Wienerlied-Album mit balkanischen Grooves und Ohrwurm-charakteristischem Pop-Appeal genährt mit klassischen Elementen und einem felsenfesten Jazz-Fundament.
Lieder und Instrumentalstücke, die viel Aufmerksamkeit erregen gibt es in Hülle und Fülle auf diesem sympathischen und wirkungsvollen Album, so z. B. die mit Thomas Gansch gemeinsam ausgeführte Verbeugung vor Falco im aberwitzigen „I pee a hedgehog with long-lasting waves“, auf gut deutsch „I schiff an Igl mit Dauerwelln“ und der ewigen Textzeile „Falco lebt, aber wir leben richtig“. Klassikaner auch das Fußball-Aversions-Wienerlied, das der meisterliche Kontrabassist im Verbund mit dem Gesangsquartett 4She ausübt und bei dem er uns mutmaßliche autobiografische Erinnerungen verrät, oder, wie Breinschmid im Booklet schreibt: „Eine meiner ersten Kompositionen und ein Stück Vergangenheitsbewältigung, das ich vor einigen Jahren für ein Fußball-Musik-Projekt geschrieben habe. Dieses Lied wird übrigens die offizielle Signation für die in Österreich und der Schweiz ausgetragene Fußball-EM 2008 (oder so ähnlich).“ Nun, letzteres erfüllt sich leider nicht, denn wie man ja weiß, hat sich die offizielle Signation jemand anders mit fiebrigen Mitteln erstürmt. Wie auch immer: Das „Fußball-Aversions-Wienerlied“ besticht mit einer technischen Glanzleistung, tollen Paraden und guter Kondition über die gesamte Spieldauer. Herausragend dabei die Melodie im Kombinationsspiel mit dem Text.
Dem nicht genug serviert Breinschmid noch weitere delikate Stücke, sei es das Duett mit Agnes Heginger, „A klanes Brabitschek“, in dem er seine eigene Phantasiesprache entwickelt, inspiriert von den Dialektgedichten eines H.C. Artmann und Gerhard Rühm. Ein weiterer Höhepunkt ist sein „Komisches Wienerlied“ über die schrägen Töne im Gegensatz zu den klassischen Schönklängen mit dem Bekenntnis, „ois wos mia gfoit, tuat den andren glei weh.“ All diesen wunderbaren Liedern mit Gesang stehen vitale Instrumentalstücke gegenüber, eingespielt mit Beni Schmid, Aleksey Igudesman, Sebastian Gürtler (alle Violine) und mit Stian Carstensen am Akkordeon. In der Komposition Wien bleibt Krk setzt sich der balkanische 7-Takter in Bewegung, schaut zuvor kurz beim Johann Schrammel vorbei, denn schließlich weiß man ja, dass in Wien der Balkan beginnt. Wie ein Walzer a la Frank Zappa mutet hingegen das Stück „Stammersdorfer Ausdruckstänze“ an und mit jeder Menge Gipsy-Polka-Feeling ist wiederum das hervorragende „Skubek’s Delight“ versehen. Beim letzten Stück des Albums tritt der Komponist Georg Breinschmid schließlich als Musiker zurück und lässt Platz für Roland Guggenbichler am Piano und dem Gesangsduo Tini Kainrath und Willi Resetarits. In „For the lost Daughters and Sons of Vienna“ verstummt auch der Humor, das Lied ist nämlich von Mirjam Ungers Film „Vienna’s Lost Daughters“ inspiriert, jenem Film, der vom Schicksal acht jüdischer Frauen handelt, die 1939 als Jugendliche vor den Nazis aus Wien fliehen mussten. „Mit oller Gwoit hobts ihr mi aussegrissn/Aus mein scheenen oidn Blumentopf/Dabei waar ich so gern noch bliebm“, textet Breinschmid, um nach drei Dialektstrophen die Sprache zu wechseln: „I have been living in New York so long/In dignity I’m growing old/And yet my life has been so different/Sometimes the memory felt so cold“. Gehört. Niemals vergessen. Bronner, schau obe!
Musik: @@@@@@
Klang: @@@@@@


Espresso Rosi (A)

März 2008 – Kurt Ostbahn Homepage – CD „Wien bleibt Krk“

Das erste Anhören hat gezeigt, dass es sich dabei sicher um eine der interessantesten und eigenwilligsten CDs des Jahres 2008 handelt (und das wird sicher bis Jahresende so bleiben!). Ein Pflichtkauf für Liebhaber von Musik abseits des Mainstreams und solche Musikbegeisterte, die auf eine Prise Humor auf gar keinen Fall verzichten wollen (das wird bei dieser Scheibe schon beim Lesen der Titel deutlich). Highlights sind auf jeden Fall „Ein kleines Brabitschek“ mit Agnes Heginger (hoher Funfaktor) und das berührende „For the lost daughters & sons of Vienna“ mit Tini Kainrath, Willi Resetarits und Roland Guggenbichler.


Concerto (A)

Ausgabe 2-08 – Martin Schuster – CD „Wien bleibt Krk“

Wo der Wahnsinn Melodie hat
Georg Breinschmids erste Solo-CD
Obwohl nicht in Wien geboren und die ersten fünf Jahre seines Lebens nicht einmal in Österreich wohnhaft, hat der Kontrabassist Georg Breinschmid – seit geraumer Zeit Stütze vieler namhafter Ensembles – seine starke (Ver)bindung zur Wienerstadt in eine Sammlung von Kompositionen gegossen, die Ende März in Form der CD „Wien bleibt Krk“ der staunenden Öffentlichkeit präsentiert wurde. — „Natürlich geht es auf meiner neuen CD auch ums Bassspiel, es ist auch ein kleines Bass-Solostück darauf zu hören, aber in erster Linie will ich hier meine Kompositionen präsentieren.“ So umreißt Georg Breinschmid die Grundidee hinter seiner jüngst erschienenen CD, der ersten übrigens, die nur seinen Namen trägt – nachdem er mit dem Vienna Art Orchestra, dem Trio Mauve, dem Christian Muthspiel Trio, im Duo mit Agnes Heginger und mit dem Quartett Pago Libre schon diverse hochqualitative Tonträger veröffentlicht hat. „Bei der Planung der CD hat sich immer mehr gezeigt, dass die meisten Stücke und Ideen durch das Thema „Wien“ zusammengehalten werden. Es gibt einige längere Instrumentalstücke, die zum Teil starken Balkan-Bezug haben – eines davon heißt „Balkandrom“ und wimmelt von ungeraden Takten, ein anderes wird das Titelstück der CD, nämlich „Wien bleibt Krk“. Einerseits wird durchaus viel improvisiert – das ist der Jazzbezug – aber zum anderen gibt es voll auskomponierte Wienerlieder, Balkanstücke und einen langen Konzertwalzer.“
Eigentlich kam Breinschmid, der noch zwei Musiker-Brüder hat, in seinem Elternhaus gar nicht mit wienerischer Musik in Berührung. Nach einem klassischen Kontrabass-Studium war er gerade von den Wiener Philharmonikern engagiert worden, als er die Orchesterkarriere zu Gunsten von anderen Klängen beendete. „Im Lauf des zweiten Jahres habe ich nach langem Nachdenken und nach vielen Gesprächen mit Freunden erkannt, dass der Jazz und die improvisierte Musik meinem Herzne näher sind. Es war eine musikalische Entscheidung, aber natürlich auch eine persönliche, weil ich mich im Jazz klarerweise viel mehr selbst einbringen kann als in einem Orchester als einer von acht Kontrabassisten.“
Und dann war es ein Sideman-Job bei Michael Heltau, der den technisch brillanten und nach allen Richtungen offenen Jungmusiker vom Potential des Wienerlieds überzeugte. “ Im Zugabenblock spielten wir „In einem kleinen Cafe in Hernals“ von Hermann Leopoldi. Am ersten Konzertabend dachte ich mir: Wow, ist das schön.. Am zweiten war ich dann schon zu Tränen gerührt. Ähnlich ging es mir auch mit manchen Stücken, die ich von Roland Neuwirth hörte; weiters war ich aber auch schon mit 16, 17 Jahren Dauersubstitut in der Kapelle in Hübners Kursalon, und dort spielte ich natürlich viele Walzer, Polkas und Märsche rauf und runter. Ich habe das dort wahrscheinlich ziemlich ins Blut gekriegt, aber erst Jahre später realisiert, dass es ein wichtiger Teil von mir ist.“ — „Wien bleibt Krk“
Natürlich ist der CD-Titel auch als politisches Statement gemeint; Breinschmid hat kein Problem mit dem Klischee, dass in Wien der Balkan beginnt – ganz im Gegenteil: „Wien und der Balkanraum sind eine große, zusammengehörende Kulturregion, die jetzt durch neue politische Entwicklungen nicht mehr so zerrissen ist wie zu Zeiten des Eisernen Vorhangs. Für mich ist der Balkan so etwas wie die Seele Europas. Das können auch gewisse Politiker nicht wegreden.“
Mit liebevoll-kauzigem Blick betrachtet der Bassist die Wiener Tradition und holt sie respektvoll, aber unorthodox in die Jetztzeit. „Ich bin überhaupt kein Experte für Wiener Musik; aber ich glaube, zu dem Thema etwas sagen zu können. Wiener Musik hat auch keine Lobby oder ein großes Forum und kann auch sehr leicht verkitscht werden – zum Beispiel, indem man sie mit süßlichen Streichern unterlegt.“ Nun, Streicher sind auf „Wien bleibt Krk“ fast in jedem Stück an prominenter Stelle zu hören, aber Breinschmid hat bei der Auswahl seiner Mitmusiker ein gutes Händchen bewiesen und sich wahre Könner geholt. Die meisten Titel der bunten CD wurden mit zwei Trios eingespielt, in denen ihn einerseits die beiden Geiger Aleksey Igudesman und Sebastian Gürtler, andererseits der Akkordeonist Stian Carstensen sowie Tausendsassa Beni Schmid an der Violine ergänzen. Da gibt es etwa die fast 10-minütigen „Stammersdorfer Ausdruckstänze“, das sehr stimmungsvolle „Midnight in Heanois“ oder das schon erwähnte virtuos-kosmopolitische „Balkandrom“ – alles weit entfernt von picksüßer Heurigenseligkeit oder weinerlicher Selbstbetrachtung.
Dazu kommen noch einige weitere Gustostückerl: etwa „A klanes Brabitschek“, in dem Breinschmid mit der kongenialen Agnes Heginger seiner Neigung zu Lyrik a lá Wiener Gruppe frönt, oder das „Fußball-Aversions-Wienerlied“ mit dem Damen-Vokalquartett 4she. „Mal sehen, vielleicht passt es zur EM – vielleicht kriege ich ja von erzürnten Fußballfans Morddrohungen deswegen…oder den Grammy…oder beides…“ Schließlich stellt Georg Breinschmid noch auf zwei Stücken sein live schon erprobtes Duo mit dem „fantastischen, aber leider völlig humorlosen“ Trompeter Thomas Gansch vor und lässt ganz zum Schluss, inspiriert von Mirjam Ungers Film „Vienna`s Lost Daughters“, noch Tini Kainrath und Willi Resetarits über das Schicksal acht jüdischer Frauen reflektieren, die 1939 vor den Nazis aus Wien in die USA flüchten mussten.
Ein selbstbewusster Einstand ist diese erste CD Georg Breinschmids geworden, und man darf ihm wünschen, dass er auch als Komponist die Beachtung erhält, die er verdient. Schluss-Statement? Voilá: „Vielseitig möchte ich mein ganzes Leben lang bleiben. In den letzten Jahren mache ich immer mehr meine eigenen Sachen und schreibe eigene Musik. Ich kann in keinem Projekt mitwirken, in dem ich meine Person, mein musikalisches Wesen, nicht einbringen kann und nur mir vorgelegte Noten exekutiere. Ich würde sonst eigentlich wieder dasselbe wie früher tun – als Beamter im Orchester sitzen“.


Salzburger Nachrichten (A)

8. März 2008 – Clemens Panagl – CD „Wien bleibt Krk“

Um alle seine Jazzfreunde zu versammeln, müsste Georg Breinschmid eine ganze CD-Box einspielen. Der Ex-Philharmoniker ist einer der gefragtesten Bassisten der heimischen Jazzszene. Für sein erstes Soloalbum hat er nun Partner wie Beni Schmid und Stian Carstensen, Thomas Gansch und Willi Resetarits ins Studio gebeten. Auf „Wien bleibt Krk“ (Zappel) geht es aber nicht nur um Jazzbegegnungen: Balkan meets Wienerlied, Virtuosität wird mit Schmäh genommen, etwa im rechtzeitig zur EM kommenden „Fußball-Aversions-Wienerlied“.


Wohin in Wien (A)

April 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Ex-Philharmoniker Breinschmid hat für dieses Album eine hochkarätige Freundesschar versammelt. Das Wienerlied balkanisch erweitert, beim Spielen die unendlichen Weiten des Jazz im Sinn, und heraus kommt etwas, das klingt, als hätten die Schrammeln etwas mit einer Zigeunerkapelle komponiert und dann von humorvollen Jazzvirtuosen interpretieren lassen. Basst!


Wiener Volksliedwerk, 2009

Iris Mochar-Kircher

Georg Breinschmid hat für die vorliegende CD eine ganze Reihe an Weltklasse-Musikern um sich geschart. Es sei ja von einem Kontrabassisten großen, internationalen Formats, der bei den Wiener Philharmonikern ebenso mitmischte wie beim Vienna Art Orchestra, nichts anders zu erwarten, möchte man meinen. Doch die hier gebotene, außerordentliche Qualität muss schon eigens bejubelt werden. Mit dieser CD – einem Stück „Crazy Vienna“ im Sicherheitsnetz der Stadt der Gemütlichkeit – führt Breinschmid gemeinsam mit Ausnahmekönnern wie Beni Schmid (Violine), Stian Carstensen (Akkordeon), Aleksey Igudesman (Violine), Sebastian Gürtler (Violine), Agnes Heginger (Vocals), Thomas Gansch (Trompete & Vocals), 4she (Vocals), Tini Kainraht (Vocals), Willi Resetarits (Vocals) und Roland Guggenbichler (Piano) behände virtuos höchste Kunst musikalischer Unterhaltung vor. Gleichzeitig darf Breinschmid die Lorbeeren beanspruchen, ein hervorragender Komponist zu sein, u.a. von intellektuell geformten, aberwitzigen Wienerliedern und Weana Tanz. Er lässt uns mit diesem CD-Bravourstück auf höchstem Lach- und Poesie-Level an seinen Wienmusik-Verarbeitungen teilhaben und an seiner intensiven Verbindung zur Stadt, die ihn mit ihrer musikalischen Vielfalt und nicht zuletzt mit den Reizen des Balkans gefangen, geprägt, bereichert und inspiriert hat. Breinschmid scheut sich nicht, diese Bezüge emphatisch zu bekunden und geht dabei mit den Fingerspitzen eines Meister-Operateurs an die Sache. Die einzelnen Besetzungen und Arrangements – vor allem die Kombination Violine, Akkordeon und Kontrabass – sind unseren Ohren bereits aus den letzten Jahren vertraut, so z.B. von erstklassigen Ensembles wie Dobrek Bistro (Das Schlagwerk ersetzt Breinschmid mit seinem perkussiven Kontrabass dabei allemal). Doch die Art und Weise des Herangehens beim Komponieren nehmen Georg Breinschmid dann deutlich von derartigen Vergleichen aus. Seine Werke sind kompositorisch in einem Stück gegossen, genau strukturiert und operieren trickreich, gefinkelt und souverän mit dem Einmaleins der Ton- und Textkunst. Mit Leichtigkeit paraphrasiert und parodiert er etwa die gesamte (Wiener) Geschichte der Gebrauchs- und Unterhaltungsmusik. Vieles täuscht eine große Nähe zur goldenen Ära der Operette und zur Schrammelmusik vor, erinnert an die Familie Strauß und deren Nachkommen. Und doch wird durch den Einsatz von einschmeichelnder „Kakophonie“ und wohltuend pointierten Dissonanzen eine völlig neue, nämlich Breinschmidsche Wien-Welt geschaffen, die aus dem Titel „Wien bleibt Wien“ die CD „Wien bleibt Krk“ zaubert. Der Künstler mengt große Portionen Bauchgefühl bereits beim Prozess des Komponierens bei. Wehmütiger Schmalz, Melancholie und Sentimentalität dürfen ebenso wenig fehlen wie aberwitzige Dosen an Humor, Parodie, Ironie und Mut. Aufnahme auf diese CD hat auch die Live-Version des „Komischen Wienerliedes“ gefunden, die im Rahmen des Wienerliedfestivals wean hean 2006 im RadioKulturhaus gemeinsam mit Aleksey Igudesman und Sebastian Gürtler zur Erstaufführung gebracht wurde. Dies freut uns natürlich besonders! Warnung: Das Hören der CD kann ihre Lachmuskeln gefährden!


Zzaj Productions – Blog (USA)

Dick Metcalf – CD „Wien bleibt Krk“

Let it never be said that reviews in this ‚zine are „only about jazz“, or „only about „regular“ music“… we are always pleased to hear & write about music that is on the edge, no matter what the genre. That’s the first thing I’d have to say about Georg’s CD.. it takes the listener to a zone they never would have imagined… think of some sort of cross between Django Reinhardt and a „classical gypsy band“ from Vienna, Austria.. ha! ha! One other thing you will come away from this superb musical experience with is a clear respect for Brinschmid’s bass playing abilities, as well as his high talent for crafting pieces that have strong jazz leanings, yet leave you wondering why it doesn’t „sound like“ any jazz you’ve ever heard before; I don’t mean that in any negative way, either, because Georg „has it“, in spades. If you’re a „standard jazz“ freak, you’ll probably go elsewhere, but I give this a HIGHLY RECOMMENDED for listeners of all persuasions who have a little adventure in their blood. This was released on the 1st of August, 2008, so you should be able to find it in your favorite store now.


Frankfurter Allgemeine Zeitung (D)

2 September 2008 – Rolf Thomas – CD „Wien bleibt Krk“

Knee injuries
Although they’re funny, they’re still a pleasure to listen to: Georg Breinschmid’s Wienerlied pieces
The fact that behind the praised Viennese „Gemütlichkeit“ (warmth and friendliness) lies a great deal of unpleasantness goes without saying. At the same time, all of the mumbo jumbo is actually appealing. So appealing, in fact, that the bass player Georg Breinschmid, who is not even from Vienna, lost his heart to the genre. It happened while he was accompanying Michael Heltau; that was eight years ago and since then Breinschmid has been composing diligently. The results can be heard on this CD, mostly in combination with the violinist Beni Schmid and the Norwegian Stian Carstensen on the accordion. The pieces glide along extremely smoothly – but before things get too cosy, Breinschmid tosses in a scratchy turn or a shrill dissonance. However, the possibility of the „Stammersdorfer Ausdruckstänze“ becoming a fixed part of the programme at the Vienna Philharmonic’s New Year’s concert is something that Breinschmid could only dream of. Breinschmid manages to pack his quirky preferences into both purely instrumental delicacies and successful lyrics. „Komisches Wienerlied“ integrates the composer’s inclination for divergence: „A small second immediately makes life perfect, and only with a G does a G sharp really become beautiful“ („A klane Sekund machts Leben glei rund, und erst mit an G wird a Gis richtig schee“). With the „Fußball-Aversions-Wienerlied“, he will most likely manage to echo the sentiments of quite a few Austrians, whose country will be overrun by a wave of football enthusiasm during the upcoming European championships: „Yeah, he just can’t stand football, he’s simply too dumb for it. He doesn’t want to waste his time on something so stupid, get his teeth knocked out or his knees broken“ („Jo er konn hoit den Fuaßboi ned leidn, er is hoit amoi z`bled dafia. Er wüü ned sei Zeit bled fargeidn, sich ausschlong die Zehnt oder brechn die Knia“). And because the humour does not dominate or become brutish, Breinschmid’s music does not belong in the beer tent, but instead in a coffee house or a pub. The best record with Wienerlied pieces since Andre Heller’s „A Musi! A Musi!“


Mica (A)

18 March 2008 – Michael Ternai – CD „Wien bleibt Krk“

Not too long ago, Georg Breinschmid was exclusively part of the world of classical music. But he must not have felt completely comfortable there, because he increasingly felt the urge to strike out on new musical paths. And the bassist’s decision to step down from the Vienna Philharmonic and turn his back on classical music quickly proved to be the right one. After just a short period of time, the native of Amstetten, Austria, was able to make a name for himself on both the Austrian and the international jazz scene. It is primarily his combination of great versatility and virtuosity that has caused audiences and critics alike to sing his praises. On his current CD, „Wien bleibt Krk“, the bassist devotes himself once again to the Wienerlied. As usual, Georg Breinschmid comes at it from a variety of angles and demonstrates his extraordinary understanding of different genres.
The title hints at the musical direction of some of the tracks. Vienna has always been a meeting point for different cultures, which have all had an impact on the city’s identity. For this reason, the bassist brings together styles from the entire Danube region in his music. His compositions blend rhythms and humour from all over the Balkan region with the three-four time of the waltz and the energy of the polka to create a unique work of art. Georg Breinschmid brought a host of well-known artists along to the studio to record his album. This top combination of artists features names like Beni Schmid, Stian Carstensen, Aleksey Igudesman, Sebastian Gürtler, Thomas Gansch and Roland Guggenbichler. Agnes Heginger, the group 4she, Tini Kainrath and Willi Resetarits took over vocals.


JTNews – The Voice of Jewish Washington (USA)

18 December 2008 – Gigi Yellen-Kohn – CD „Wien bleibt Krk“

The Blue Danube meets Frank Zappa in this adventurous outing from a European classical bassist-turned-jazzman. The title, referring to a Croatian island, Krk, turns the expression „Wien bleibt Wien“ — „Vienna remains Vienna“ — into a declaration that Vienna, at least musically, is the Balkans. You can watch that happen on YouTube in a couple of different performances, one as a string trio, one with muted trumpet, both with the composer on bass. The only explicitly Jewish track is the last one, inspired by a movie, Mirjam Unger’s Vienna’s Lost Daughters. But perhaps this reminder of how Vienna used to be what New York became — a Jewish urban sophisticate’s idea of home turf — makes our still-Shoah-sensitive ears pick up more than just contemporary European jazz, not only on this track but on the whole exciting album.


Jazzweekly.com (USA)

1 August 2008 – George W. Harris – CD „Wien bleibt Krk“

Want something a bit different? Look no further! Austrian bassist Georg Breinschmid has put together a band that includes vocalists, trumpet, piano, violins and accordion that has moments serious swing, cabaret pop, and beer hall avant garde. Breinshmid has brought various musical genres, that will make you wonder if you are at a Bohemian restaurant, a German beer hall, The Berlin Philharmonic, or a Spike Jones radio program. These guys (and gals) definitely have chops to burn, as they show on the beautiful title piece or the roller coaster „Stammersdorfer Ausdruckstanze“. Meanwhile „Florentinermarsch“ includes a tongue in cheek tribute to Mingus‘ „Tijuana Moods“ release. The vocals, sung in German, English and sometimes jibberish throughout the disc, can go from pre War Germanic Weimar to Nietzsche nihilism. Fun, frenetic. Teutonics are definitely better than one!


Büchergilde (D)

September 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

These seventy-six minutes are an adventure, an exceedingly fun one!
A violently pulsating declaration of love to Vienna that brings the listener to tears at some points – less as a result of emotion than of delightful laughter. Georg Breinschmid and his friends pull off jokes, winks and snide humour with instrumental and vocal pieces that were composed or adapted by Breinschmid. The composer was a contrabass player for the Vienna Philharmonic and the Vienna Art Orchestra. He is shrewd stylistically and has a waggish sense of humour. It is amazing what kind of intensity, sound and (added) value Breinschmid is able to elicit from the chamber music ensembles in the fifteen pieces, for example in „A klanes Brabitschek“, performed by himself on vocals and bass, and the excellent singer Agnes Heginger, who oscillates in her phrasing and bends notes elastically. The mischievous strokes of genius just keep coming; an experience that is very much worth your while.


Bayern 4 Klassik (D)

15 May 2008 – Roland Spiegel – CD „Wien bleibt Krk“

This is crazy, wild, beautiful, weird music that cannot be categorised. It is music from Austria. And it is played fantastically – by outstanding jazz and crossover musicians such as violinist Benjamin Schmid, accordionist Stian Carstensen and trumpeter Thomas Gansch. And of course the mastermind behind it all: the bassist Georg Breinschmid, born in 1973. He played for the Vienna Philharmonic, but also for the Vienna Art Orchestra. Since turning his back on a classical orchestra career in 1999, he has been working as a freelance jazz musician. It is also completely obvious that he is truly Viennese at heart. Jazz and his passion for Vienna shape his CD „Wien bleibt Krk“. Krk immediately calls to mind an island in Croatia, and the title is a realisation of the familiar old saying, „The Balkans begin in Vienna“. Intricate Balkan rhythms appear, but also a lot more: reminisces of gypsy and polka music, subtle waltzes, disintegrated and modified marches, thoughtful interludes – and last but not least, unorthodox songs.
Yes, there is also singing on the CD. And it is done in an especially astute way (Willi Resetarits, better known on the rock scene as „Ostbahn-Kurti“, is also a guest singer). A hit with reference to current events is the anti-football anthem „Fußball-Aversions-Winerlied“. A line from it: „Look at the idiot who can’t kick anything/How he stands there on the pitch/He’s even too dumb to spit“ („Schauts eich den Deppm an, der wos ned kickn kann/Wiara am Rasn steht/Sogoa zum Schlatzn is er z’bled“). Georg Breinschmid sings these wonderfully droll lines himself – along with the languorous-ironic sounds of a female choral quartet. By the way, he also wrote the text himself. The range of songs on this CD also contains a „Komisches Wienerlied“ celebrating the „little dissonances“ („Dissonanzerln“), meaning all inharmonic tones („A small second immediately makes life perfect“ [„A klane Sekund mocht’s Leben glei rund“]). There is also an homage with quotes to the pop singer Falco, who died in 1998, and – last but not least – a serious song about Jewish women who were forced to flee from Vienna in 1939 when Austria was annexed by Hitler’s Germany: „For the Lost Daughters and Sons of Vienna“, inspired by a film by Mirjam Unger. Humour and seriousness strike a subtle balance on this CD, leaving no danger of slipping into weightlessness (or facelessness). But the irrepressible musical abilities of the contributors mean that there is no real danger of this anyway. The music is always of a very high standard, and is sometimes also a lot more complex than it seems – it jokes around without totally abandoning itself to the jokes. A musical „Breinstorming“ (the word can be found on Breinschmid’s web site) that is tremendously rich for listeners. Wien bleibt Krk!


Märkische Allgemeine (D)

30 July 2008 – Antje Rößler – CD „Wien bleibt Krk“

Vienna does not remain Vienna
How a double bassist is stirring up the sleepy Austrian song-writing tradition
Potsdam – „The Balkans start in Vienna,“ the Austrians like to say. Georg Breinschmid has taken this saying to heart and is mixing the traditional Wienerlied with elements of polka, gypsy music, waltz and jazz. His new album is called „Wien bleibt Krk“ („Vienna Remains Krk“), a title that gives away the album’s musical leitmotif right from the start: the link between the Austrian capital and the Balkans, symbolised by the Croatian island of Krk. The first few bars of the title track quote the march „Wien bleibt Wien“ („Vienna Remains Vienna“) before the song transitions into an odd-metre Balkan rhythm.
The Austrian double bassist, composer and singer made a name for himself as the sideman in numerous jazz groups; Archie Shepp and Charlie Mariano are just a few of the musicians he has played with. Now the 35-year-old is presenting his first solo album with a coffeehouse trio comprising Breinschmid on double bass, Stian Carstensen on accordion and Beni Schmid on violin. The trio is also joined by a cast of guest musicians and singers who all possess that inimitable Viennese flair, which is evidenced in such diverse pieces as the serenade „Musette pour Elisabeth“, the Frank Zappa inspired waltz suite „Stammersdorfer Ausdruckstänze“, the gypsy polka entitled „Skubek’s Delight“ and Breinschmid’s homage to a great composer „Mussorgsky, mei oida Freind“.
Breinschmid comes from the classical music scene. He studied double bass at the University of Music and Performing Arts, Vienna and played in the Vienna Philharmonic. Nine years ago he decided to completely devote himself to his passion for jazz. „I’m fascinated by the freedom of improvisation,“ he says.
Breinschmid only discovered the Wienerlied – the swaying, melody-infused house music of the traditional Austrian „Heurige“ wine taverns –¬ a few years ago. He had an experience that changed everything when he was playing as an accompanist with another band. „As an encore, we played the song ‘In einem kleinen Café in Hernals‘ at sight,“ he recalls. He was „completely moved“ by the song, maybe because Breinschmid lives in Hernals, Vienna’s 17th district, which the Viennese call „Heanois“.
In his own pieces, Breinschmid takes on the catchy charm of the Wienerlied, only to break it down with fantastic irony. His „Komisches Wienerlied“ is an ingenious twelve-tone waltz whose lyrics slander Austria’s greatest musical saint in Viennese dialect: „Wos an Mozart so toll sein soi, diafts mi ned frogn“ („Don’t ask me what’s so great about Mozart“). However, the album also touches on a dark chapter in Vienna’s history with a touchingly simple song dedicated to the Jews who had to flee after Austria was annexed by Hitler’s Germany.
Breinschmid’s feel for Vienna’s musical tradition is astounding considering the fact that the musician was born in Lower Austria and spent his early years in Switzerland. This makes him all the more enthusiastic about his adopted hometown of Vienna, which has primarily lent him a certain cosmopolitan flair. „I still remember Vienna from the time of the iron curtain,“ he says. „Back then, everything was grey and provincial. The city has become much more open in the last fifteen years.“
Over the years, Georg Breinschmid has developed his own imaginary language in the Viennese accent with words like „Utzn-Schle“ and „Brabitschek“ that mean „everything and nothing“ and sneak their way into the lyrics again and again. In any case, Breinschmid’s songs would not be nearly as good as they are without the brash and charming dialect.
Breinschmid proves his skills as a congenial translator by literally translating the rather astounding statement in dialect „I schiff an Igl mit Dauernwelln“ into Oxford English to create the song title „I pee a hedgehog with long-lasting waves“. Creative mutations of Falco quotes provide a sense of contrast: „Falco lebt, aber wir leben richtig“ („Falco lives, but we’re actually alive“).


Jazzthetik (D)

07+08.08 – Wolf Kampmann – CD „Wien bleibt Krk“

What jazz lovers call the canon has many sources. Primarily blues, gospel and Broadway, for example. The Austrian bass player Georg Breinschmid has fully lived the tradition of modern jazz. He played in the Vienna Art Orchestra and alongside Christian Muthspiel. However, he is also currently reviving the legacy of Django Reinhardt and Stephane Grapelli for good reason.
Breinschmid will not be satisfied with anything less than a root canal treatment. He remains traditional on his new album Wien bleibt Krk, but he defines tradition in his own way. The CD is the best kind of jazz CD. There is improvisation, and sources from the past are checked to see if they are suitable for the future. However, Breinschmid is Viennese. So why does he revert to a tradition that is not his own? And if he wants to venture out from under the cover of the past, why does he feign an everyday life that he himself does not live? Breinschmid does not want to accept the smug monotony of the jazz business, which has not tainted his homeland as badly as it has Germany, nor does he want to create a stringent counterpoint out of the strength of his own tradition. „Change is an incitement for me,“ is the demand he places on himself.
Well, Georg Breinschmid is not the first to establish a direct connection between traditional Austrian music and jazz. Max Nagl has performed pioneering work in this field for years, and, in a moment of overwhelming sentimentality, Joe Zawinul himself confessed that all of his pieces were marches and that Viennese dialect had always constituted an essential part of his musical consciousness. However, if we finally want to deal honestly with European – especially German-language – tradition without any reservations and without banning everything characterised as popular from the horizon of intellectual perception, wouldn’t we have to begin much earlier in Austria? For example, what’s with the Schrammel Quartet, whose influence on jazz is still inexcusably underestimated, and who were already celebrating tremendously lively, socially relevant music in the 19th century? They also played the contraguitar, an instrument that would be well suited to jazz today as well. Isn’t that old-time Viennese jazz? Those who do not want to venture back so far would at the latest have to begin pondering at the mention of the name Anton Karas, whose zither playing provided an excellent backdrop to Carol Reed’s 1948 film The Third Man. If that isn’t high-quality music that is compatible with jazz, then where does European jazz hope to find its identity?
Admittedly, all these thoughts scarcely played a role when Georg Breinschmid set to work on his album. He did not want to simply exchange one traditional reference for another. Instead, with musicians like the trumpeter Thomas Gansch, the accordionist Stian Carstensen and the native to the scene „Ostbahn-Kurt“, he emphasises two aspects. One of these is the cosmopolitan character of the Austrian capital city, which still carries the flair of its days as a k. u. k. metropolis. Gypsy music, Balkan reminiscences, polka – all of these are only indirectly related to the Wienerlied. The second aspect is typical Viennese brooding: Why am I even here? What is my existence made up of? For at least 150 years, this inclination towards self-doubt has pervaded every authentic Austrian work of art. Breinschmid is not one of those who tears himself apart in his music, because he is capable of fine irony and is willing to use ribald sarcasm. — „There are a lot better experts on Austrian culture than me,“ he interjects modestly, and he may be right. However, he is a subtle observer and a magnanimous mediator who creates a completely new platform for the liaison between jazz and the Wienerlied. His music is so uproariously funny because he does not ridicule jazz but instead fills a completely serious jazz album with new content. A conceptual, playful and cultural-historical masterpiece that will hopefully spawn many imitators.


Jazzzeitung (D)

No. 4/2008, September/October – Carina Prange – CD „Wien bleibt Krk“

The Austrian bass player Georg Breinschmid has recorded an album where references to Vienna and Viennese dialect represent not only the main idea but also an intensely planned undertaking. His own compositions transform everything from dialect poetry to bass instrumentals, Viennese dialect, Viennese humour and the Wiener Lied into contemporary art music. Art in the best sense of the word, of course. Various sets of musicians – Thomas Gansch, Agnes Heginger and Stian Carstensen are named as a representative sample of all the musicians on the album – play music, sing, speak and smirk on „Wien bleibt Krk“. The „Fußball-Aversions-Wienerlied“ definitely does not capture everyone’s innermost thoughts, but it is a piece that expresses Breinschmid’s attitude. As a matter of course, the border to folk music and traditional sounds is transcended over and over again. In particular, song five, „A klanes Brabitschek“, presents Breinschmid’s unusual fantasy language, which he was inspired to create by dialect poems by H.C. Artmann and Gerhard Rühm. And the lyric, „Because no one understands me, because I talk so strange“ („Weu mi kana fasteht, weu so komisch ich red“) makes it clear that we do not need to be able to follow Breinschmid everywhere on his linguistic journey in order to appreciate this album: Simply enjoying the unfamiliar words and sounds is a great inspiration. And the music is high quality.


Musik an sich (D)

August 2008 – Norbert von Fransecky – CD „Wien bleibt Krk“

British humour is black, French is flippant and German is crude. Viennese humour is krk. By the way, that has nothing to do with the unpronounceable ex-Yugoslavian island.
It should be clear that you either find Georg Breinschmid to be brilliant or totally demented. In order to appreciate Breinschmid, ethno-anthropologically trained experts who think that they are immune to the impertinence of Wien bleibt Krk because they know Danzer, the Erste Allgemeine Verunsicherung, Kreisler and Ambros‘ Watzmann epic would need to have the mental strength to not go running and screaming from a mixture of Helge Schneider and Frank Zappa performed by John Cage.
It could be the oft-vilified EU eastern enlargement that makes Breinschmid’s hypostatised banal intellectualism digestible. „The Balkans begin in Vienna“ is a saying quoted by Breinschmid in his booklet that he has been familiar with since his childhood. And it is not just the rhythms and rousing melodies from this ominous mountain region in Southeastern Europe that make Breinschmid’s pieces not only digestible but sometimes even danceable.
Accordion, contra bass, Viennese humour and dissonance blend together to create a bizarre mix that we at least have to reward for its extreme originality. Whether it be merry gypsy music, waltzes, sprechgesang, relaxing numbers somewhere between rock and pop, difficult accordion pieces or humorous musical squibs, Breinschmid always maintains a sense of humour.
The listeners‘ tolerance levels are often tested to the max. The violin, for example, is not only capable of wildly fiddling „Skubek’s Delight“ into one of the highlights of the album, but can also be irritating with its terrible scratching.
In the beginning at least, the „Fiorentiner Marsch“ sounds as if Otto wanted to caricature a drunken Arab. A wild piece like the „Komisches Wienerlied“, which aligns John Cage and Stockhausen with the New Year’s Concert, requires strong nerves.


Jazzpodium (D)

July/August 2008 – Tobias Richtsteig – CD „Wien bleibt Krk“

We can imagine musical genres as countries. Current trends develop in the densely populated mainstream capital cities, regional dialects and curious customs are maintained in the provincial areas and small border traffic with neighbouring countries and genres flourishes on the borders of such a country. It could be difficult to locate Georg Breinschmid in such a musical atlas. In fact, the bass player gives an impression of the reality in the actual cultural metropolis of Vienna. This is where his double bass formed part of the foundation of the world-renowned Philharmonic Orchestra; where he was appointed to the no less prominent Vienna Art Orchestra by Mathias Rüegg; and where he paid an authentic tribute to his predecessor, Charles Mingus, with his own sextet. And now he presents himself as a composer and singer of Wienerlied pieces on his new CD.
This universally talented master of low notes discovered his first bass rather by chance. Breinschmid had actually long refused to learn an instrument; after all, his older brothers were already successful professional musicians. However, one day there were two double basses standing in the lounge of his parents‘ music-filled house. It was only temporary, but it was reason enough for him to give it a try once more: „From the very beginning on, I have pursued jazz and classical music parallel to one another,“ explains Georg Breinschmid, only mentioning as a side note his years at the University of Music and Performing Arts, Vienna, and his time spent in various Viennese orchestras and as a chamber musician for, among others, the ensemble Die Reihe. „I’ve always been an autodidact when it comes to jazz.“ Georg Breinschmid first caused a sensation in 1997, when he appeared at sessions at Vienna’s Porgy & Bess during his classical studies, and then playing alongside Mathias Rüegg and Christian Muthspiel. To make a long story short: in the heart of Vienna’s jazz scene.
And because he was soon a highly sought-after accompanist, he eventually discovered the Wienerlied genre on stage with the chansonnier Michael Heltau. „There is a sort of special language, and also an intonation and a very special harmony – this actually only exists in Vienna, and it sounds completely different from everything else for 100 kilometres in every direction. It is very unique. And there is no other type of song in the world that is named after a city, like the Wienerlied.“ Georg Breinschmid embraced the tradition of the street singers of the k. u. k. era and began to write his own songs. For example, the „Fussball-Aversions-Wienerlied“, a composition commissioned for the Bregenzer Festspiele in celebration of the twenty-fifth anniversary of the World Cup in Cordoba. „It is virtually sacred in Austria,“ explains Breinschmid, „because Austria beat Germany there, the famous goal by Hans Krankl, although Austria was eliminated anyways.“ Breinschmid contrasted the historical football delirium at the Festspiele with his own ironic way of coming to terms with his past. He was not a very athletic child.
The „Komisches Wienerlied“, in which Breinschmid sings about his enthusiasm for dissonance and how he would prefer „a verse by Webern“ („aan Gstanzl vom Webern“) to any by Mozart, is also characterised by his ironic outlook. And he quotes Falco, the pop star venerated like Amadeus, in his rockabilly hit „I pee a hedgehog with long-lasting waves“, which stems from Thomas Gansch’s line, proclaimed in complete amazement and proper Viennese dialect: „I schiff an Igl mit Dauerwelln“. Breinschmid also performs rockabilly in his duet with the trumpeter Gansch. After all, we are promised „Georg Breinschmid & Friends“. Among these friends are also ever-changing combinations of the violinist Benjamin Schmid with his Stradivari and the Norwegian accordionist Stian Carstensen. Breinschmid plays the furious gypsy/polka trio „Skubek’s Delight“ virtually at sight with these two. Breinschmid already produced the duet CD „Tanzen“ in 2006 with the singer Agnes Heginger, and here he presents „A klanes Brabitschek“ with her, an ode to a completely unique imaginary language whose words can mean „nothing – and everything!“ Georg Breinschmid’s inspiration for his neologisms stems, on one hand, from the dialect poetry of H.C. Artmann and Gerhard Rühm („Hosn Rosn Baa“, 1959) and, on the other hand, from Vienna and its culture – which is still a melting pot of Balkan, Slavic and Hungarian influences. „Balkandrom“ – a trio with the two violinists Sebastian Gürtler (from the Hugo Wolf Quartett) and Aleksey Igudesman (who plays a Santo Serafin 1717 violin alongside Gürtler in the comedy duet Tandem) – reflects this: Breinschmid wrote the melodies – partially in breakneck odd metres – on a train ride to Carinthia. He has deeply absorbed the vibrations of his homeland, which resonates with everything from Mozart to metal and from waltzes to the Black Sea.
Breinschmid does not want his homage „Wien bleibt Krk“ to be seen as a wistful look back at the glorious past, when Vienna was also the political centre of Southeastern Europe, „because: Nostalgia is not good.“ The composer was also never on holiday on the Croatian island of Krk. Nevertheless, the title of his album gives a pretty good picture of what kind of „Wienerlied“ is meant here. As soon as a certain „Heurigen-Seligkeit“ (wine-garden culture) threatens to set in, 7/8 time brings your attention back, and exquisite Stradivari sounds escalate into split sounds, just as some electrical guitarists standing in front of towering speakers would enjoy.
It’s just a shame that Georg Breinschmid cannot present his friends, the many guest musicians, all together on a „Wien bleibt Krk“ tour. Instead, he only intersperses his appearances at concert halls and jazz clubs with his individual Wienerlied pieces. Thus the CD remains an insight for us into his completely personal Vienna, where „Mussorgsky, my old friend“ („Mussorgsky, mei oida Friend“) lives right next to Falco, where jokes are cracked about the musical quality of Mozart and Schönberg and where black humour is accompanied by splendid virtuosity. But this CD, with its intelligently designed booklet in German and English, is a work of art that will endure. Just as Vienna remains Krk („Wien bleibt Krk“).


Jazzthing (D)

Juni-August 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Wow, what great music! Thanks to Ernst Jandl, Georg Kreisler, Hansi Hinterseer and the Vienna Opera Ball, we know that in Austria subtle, self-deprecating humour and the deepest of sincerity are not opposites, but instead two sides of the same coin. As a bass player for the Vienna Philharmonic and the Vienna Art Orchestra, Georg Breinschmid has had to let himself be swept away by this irony-filled love for Vienna and its music – although, being born in Switzerland, he was not genetically predisposed to it. Thus you could play the first five minutes of the „Stammersdorfer Ausdruckstänze“ in a café or ballroom without arousing suspicion, until the piece slowly slides into dissonance and squeaky glissandi. Because: „A small second immediately makes life perfect, and only with a G does a G sharp really become beautiful“ („A klane Sekund mochts Leben glei rund, und erst mit an G wird a Gis richtig schee“), as Breinschmid reveals in his „Komisches Wienerlied“. Besides comical Wienerlieder (including one about Mussorgsky for accordion solo, one with Dada lyrics and a self-therapeutic „Fußball-Aversions-Wienerlied“), there are heaps of musette waltzes, breakneck polkas, reminiscences of Zappa and musical quotations. The album culminates in a hara-kiri version of the Florentine march with an insanely soulful vocal part by trumpeter Thomas Gansch. Now isn’t that something! (fva)
Comment: Despite my birthplace being Amstetten – which is located in Lower Austria, not in Switzerland – I feel deeply connected to the Viennese culture. :-)) G.Br.


Folker (D)

4/08 – Martin Steiner – CD „Wien bleibt Krk“

This time, the most relevant albums for Folker come, among other places, from the periphery of the German-speaking area. Georg Breinschmid & Friends‘ „Wien bleibt Krk“ only contains three vocal songs. (Note: The reviewer is mistaken here. There are a total of five songs with lyrics – four Wienerlied pieces and the „Hedgehog“ song. – G.B.) The lyrics are funny, but could only be understood by the reviewer with the help of the English translation. For many years, Breinschmid was a double bass player for the Vienna Philharmonic and the Vienna Art Orchestra. With this album, he would like to introduce his „completely personal mix of Wienerlied pieces, waltzes, odd Balkan rhythms and a lot more“. And what a mix it is! In combination with the violin and/or accordion, highly inspired music emerges that always remains exciting and full of feelings. As a lesson for bass players about how much you can do with the instrument without being superficially showy, the album could also earn the title „The Special One“.


TitelMagazin (D)

3 July 2008 – Thomas Rothschild – CD „Wien bleibt Krk“

Rating: Essential
Breinschmid helps himself to the Wienerlied and the Schrammels, to Balkan folklore and jazz, to hits and salon music.
Does original music still exist, with ideas and humour? Yes, and it comes from – where, indeed? –Vienna. The double bass player Georg Breinschmid gathered his friends and gets the inspiration for his compositions wherever he happens to find it. He helps himself to the Wienerlied and the Schrammels, to Balkan folklore and jazz, to hits and salon music. It is musically exciting and intelligently playful; for example, the nonsensical lyrics from „A klanes Brabitschek“. An „interlude“ is entitled „Mussorgsky, mei oida Friend“, but it has nothing to do with the Russian composer of this name. And what he means by „I pee a hedgehog with long-lasting waves“ may remain a mystery while listening to the lively music. The booklet reveals that it is a literal translation of the Viennese expression, „I schiff an Igl mit Dauerwelln“. Got it?
Georg Breinschmid makes reference to Frank Zappa and also to Spike Jones, one of the greatest musical clowns and a „classic“ of skewed humour in the USA, but unfortunately even more unknown than Peter Schickele and Gerard Hoffnung here in Austria. Breinschmid’s friends are Beni Schmid, Aleksey Igudesman and Sebastian Gürtler on the violin; Stian Carstensen on the accordion; Thomas Gansch on the trumpet; Roland Guggenbichler on the piano; as well as Agnes Heginger; four women who call themselves 4she; Tini Kainrath; and Willi Resetarits, who rose to international fame in Austria as Dr. Kurt Ostbahn (vocals).


The Run-Off Groove (USA)

17 July 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Never judge a book by a cover, the old cliche goes, and this album is definitely fitting. The cover photo of Georg Breinschmid features him superimposed over what looks like a stand-up bass or cello, as he’s holding, inquisitively, a flute. Looking at the stand-up bass, I assumed it was jazz, but upon hearing the music on Wien bleibt Krk (Zappel Music), one discovers that things are a bit more open and quirky than that.
This Austrian musician has played both jazz and classical, but for most of this album, Breinschmid takes to his ethnic roots and travels along the country side to present himself and his friends through music. It almost comes off as a folk album but there’s a audio thread running through that shows it’s much more than that, coming from melodies and arrangements that aren’t in just 4/4 or 3/4. „Interlude: Klanes Wiener Basssolo“ is more on the jazzy side of things, but then it leads to a sweet melody in the name of „Stammersdorger Ausdruckstänze“ that reminds me of the music my Omama adored. It is this exploration of his roots through jazz and folk that makes hearing this a voyage to a homeland you never visited, but would like to someday. Breinschmid and the musicians that join him know what they’re doing, and it shows how much he is in love with his country and its inhabitants. What he does with the music is bridges the old and the new, to let listeners know that he and his people will never forget what came before, and to look towards the future for innovation and hope.


Audiophile Audition (USA)

8 July 2008 – John Henry – CD „Wien bleibt Krk“

This wild and woolly Austrian effort reminded me of some of the odd mixes of music coming out of Holland and Belgium, but with some particularly German humor. The English notes are printed in red upside down at the bottom of each page of the German notes, so the English goes from right to left in sequence. There is no actual translation of the CD’s title, but the title track (No. 1) refers to a popular Austrian saying that „The Balkans begin in Vienna.“ The tune begins with a quote from a well-known march by Schrammel, „Vienna Remains Vienna,“ then goes off on a 7/8-meter Balkans folk music binge.
The music is a heady mix of European folk, polka, waltzes, tango, beer-garden songs, classical, just about everything except funk, blues or rap. Bassist Breinschmid’s love of Vienna and his connections with it seem to be the main glue holding together the various tracks. The lyrics are partly in English but mostly German – often in the same tune. And there are some tracks with a fantasy language made up by Breinschmid himself. I’ve been seeing some very odd song titles lately, but one on this CD takes the cake: „I pee a hedgehog with long-lasting waves.“ I think sitting around quite awhile and imbibing in a beer-garden is de rigueur for that one.
The final track, „For the Lost Daughters and Sons of Vienna,“ is for two vocalists and piano and was composed by Breinschmid to tie in with a recent film, Vienna’s Lost Daughters, about eight Jewish women who had to leave their native city in 1939 and have lived in New York City ever since, but still feel very connected to their lost home town of Vienna. This CD will probably be a bit more fun for those conversant in German, but it’s a good mix of sounds and feelings for those who are not as well.


Gjmatthia.blogspot.com (D)

20 June 2008 – Günther J. Matthia – CD „Wien bleibt Krk“

„Fußball-Aversions-Wienerlied“, „I pee a hedgehog with long-lasting waves“, „An uns zwaa kummt kana foabei“… – strange titles. „Mussorgsky, mei oida Freind“ and „For the lost daughters and sons of Vienna“ – also really odd names for pieces of music. But not for Georg Breinschmid, whose name I was not even aware of until a short while ago.
A blog reader gave me his CD, which she found to be exceptional. This led her to believe that it would appeal to my ears as well. Which was, in fact, the case. — „Wien bleibt Krk“ is the name of the fiery disc, and it is full of surprises. The artist who, with a few friends, recorded this unique Viennese hodgepodge of „classical, gypsy, polka, Viennese songs, waltzes and Schnörtzenbrekker“, whatever the latter is supposed to mean, is multitalented.
Georg Breinschmid studied classical double bass at the University of Music and Performing Arts, Vienna, and was a substitute in various Viennese orchestras (the Vienna Philharmonic, the Vienna Symphony Orchestra, etc.) and also played chamber music during his studies. He was a member of the Lower Austrian Tonkünstler Orchestra from 1994 to 1996 and of the Vienna Philharmonic from 1996 to 1998. A man who knows how to handle his instrument and – as „Wien bleibt Krk“ shows – a man with a lot of humour and talent for much more than classical music.
The CD contains mostly instrumental pieces, but they are also sly old dogs even without lyrics, if songs can be dogs, that is. What appears to be harmless café house music surprises listeners suddenly with wild notes or by switching to a completely different genre. No tradition is sacred here. Even Vienna’s beloved Mozart gets his just desserts. With the „Fußball-Aversions-Wienerlied“, Breinschmid also anticipated the success of the Austrian team at the 2008 European Football Championship:
Look at the idiot who can’t kick anything/How he stands there on the pitch/He’s even too dumb to spit (Schauts eich den Deppn an, der wos ned kickn kann / Wiara am Rasn steht / Sogoa zum Schlatzn is er z’bled).
Here „schlatzn“ means „spit“, as we can infer from what follows this line. I was especially taken with the „Komisches Wienerlied“ because it finally explained why a G is only worth listening to when combined with a G sharp.
Somehow, a few Viennese musicians have already managed to „creep“ their way into my musical heart over the years, from Wolfgang Ambros to Georg Danzer and DÖF (which stands for „Deutsch-Österreichisches-Feingefühl“). Georg Breinschmid has now joined this club.
Conclusion: Absolutely recommendable for people who like surprises and who enjoy being led up the musical garden path, beyond all genre borders. And, in any case, a must for all football-haters.


Westfälischer Anzeiger (D)

July 2008 – Ralf Stiftel – CD „Wien bleibt Krk“

With a Viennese musician releasing a record containing a „Fußball-Aversions-Wienerlied“, it’s no wonder the Austrians were eliminated from the European football championship! And the chorus goes like this: „Yes, he just can’t stand football…“ („Jo er konn hoid den Fuaßboi ned leidn…“).
Georg Breinschmid, born in 1973, was a classical double bass player and played in the Vienna Philharmonic until he decided to pursue his love for jazz. The title of this album, which has been enthusiastically acclaimed in Austria, is a variation on „Wien bleibt Wien“. And the classical Wienerlied is one of the most important inspirations for the record. In small lineups, sometimes with accordion, sometimes with violin, more often with strange singing, little treasures of songs between folklore and jazz appear, whose mischievousness also quickly appeals to non-Viennese listeners. And at the latest when Breinschmid, along with trumpeter Thomas Gansch, converts the Austrian slang saying „I schiff an Igl mit Dauerwelln“ into a swinging old-time jazz piece, he’s hooked us.


Westzeit.de (D)

1 June 2008 – Karsten Zimalla – CD „Wien bleibt Krk“

You could call Georg Breinschmid rather crazy (but in the best possible sense of the word). The double bass player and his friends have recorded a CD with the strange title „Wien bleibt Krk“ (Zappel Music/Codaex). The record will amuse people who are not too fond of Austria (I’m one of them) not only because it contains a „Fußball-Aversions-Wienerlied“ (a pleasure for everyone who hates this unaesthetic ado as much as I do) and because he is even able to extract a great deal of new nuances from this (Viennese) song, but also because he has a sense of humour and is a really good musician.


Böblinger Bote (D)

11 July 2008 – Michael Stürm – CD „Wien bleibt Krk“

The Coffee House Is Grooving
The ultimate insiders tip for crossover-proof ears comes from Vienna. That is where the bass player Georg Breinschmid lives and works. He bowed and plucked his instrument in the posh Vienna Philharmonic and the Vienna Art Orchestra – together with Joe Zawinul, Austria’s most outstanding contribution to jazz. On his solo record, „Wien bleibt Krk“ (Zappelmusik/CodaEX), Breinschmid locates his phenomenal virtuosity, a pertinent amount of humour and brilliant musicians at the melting point of Central Europe and the Balkans. Coffee house, polka, musette, classical, the improvisational energy of jazz, the odd metres of Balkan folk music and exciting avant-gardism come together to form an album that is hugely enjoyable. The strumming is torpedoed by anarchic aberrations, and no composition is spared from musical subversion and intricate bass lines. But there is plenty of Viennese humour in 3/4 – time, and the violin, accordion and trumpet play Alpine beats dizzily. There is also a fair share of Zappa and Dada, making this CD a complete work of art. Clear opinion: This record is amazing.


Sonic Pages (A)

Wolfgang Schramml, recording engineer – CD „Wien bleibt Krk“

Working in a recording studio is not always as fun as a lot of people would like to think. In this case, it was a lovely act of fate to be the private concert audience listening to top-notch musicians for hours on end, and getting paid for it.
We know him from the Vienna Philharmonic, from the Vienna Art Orchestra and in connection with many other roles. A musician characterised by virtuosity, enthusiasm and terrific wit: The double bass player Georg Breinschmid also demonstrates his talent as a producer with his new CD „Wien bleibt Krk“.
His works presented here are convincing in a burlesque, charming, subtle yet coarse, nonchalant, smart, traditional (and) sly way, with mellow tonality and at the same time blatant self-mockery.
Whether vocal or instrumental, you never know if perhaps in the next moment Johann Strauss II will turn the corner with an alien attack dog.
This CD brings together a selected cast of exceptional artists, including Beni Schmid, Stian Carstensen and Thomas Gansch.
For Breinschmid and his fellow musicians, there’s not much separating romantic sounds from those of a berserk madhouse choir. Intelligent tricks and turns hide behind harmless gestures scattered here and there. But even in his more serious songs, the accomplished double bass player’s compositions are completely convincing. Those whose eyes remain dry during the duet „Lost Daughters“ – interpreted bittersweetly by Tini Kainrath and Willi Resetarits – would be better off signing on with the French Foreign Legion.
It is an old bit of wisdom that the Balkans begin in Vienna. Georg Breinschmid provides an argument here that such a view is still valid. And that that’s the way it should be.


Jazzpodium (D)

Jörg Konrad – CD „Wien bleibt Krk“

At the very end of the last song, „For the lost daughters and sons of Vienna“, Georg Breinschmid tells his fellow musicians in broad Austrian dialect, „No, you can’t put that on the record“. This might be a motto, because the idea appears again and again throughout the bass player’s entire album.
In „Wien bleibt Krk“, Breinschmid delivers a unique homage to his hometown, despite all the loving sarcasm – or perhaps as a result of it. For well over an hour, the classical and jazz musician immerses himself in the cultural melting pot of Vienna. He brings together a profusion of musical influences, ranging from the Balkans to the waltz, from the Viennese song (Wiener Lied) to Falco pop, from Johann Schrammel to the avant-garde, into a cultural cohesion. A fiery combination, we’d like to think. But Breinschmid manages this formidable balancing act with virtuosic composition skills and a powerful dose of humour. And of course with a crew of instrumentalists who seem to be willing to stand by their leader and his curious ideas through thick and thin. First and foremost the violinist Beni Schmid, closely followed by the Norwegian accordion sensation Stian Carstensen and of course Breinschmid’s long-time friend and colleague Thomas Gansch on the trumpet. They all make „Wien bleibt Krk“ into a motley, rousing feast of virtuosic, ironic musicality. Even if every now and then, as in the line „As a kid in school at P.E. / I just wasn’t a kicker“ („Ois Kind in der Schule beim Turnunterricht / do bin ich ein Kicker gewesen hoit nicht“), the „good taste“ threatens to get stuck in your throat.


Wiener Zeitung (A)

7 March 2008 – Christoph Irrgeher – CD „Wien bleibt Krk“

„Wien bleibt Krk“ – with the title alone, Georg Breinschmid gains attention. But the double bass player’s CD is just as good on the inside as it is on the outside: It wallows in fiery Balkan rhythms, sings Wienerlieder (Viennese songs) about the charm of twelve-tone music and a football-playing loser who is even „too dumb to spit“ („zum Schlatzn z’bled“) and, besides all its virtuosic furore, also delivers captivatingly beautiful romances. In short: A splendid Wiener Melange (Viennese blend), brewed from golden sweet melodies and foreign rhythms, played by very capable musicians such as the violinist Beni Schmid, the accordionist Stian Carstensen and the trumpeter Thomas Gansch. Wow!
A brilliant mix.


Gitarre & Bass (D)

July 2008 – lt – CD „Wien bleibt Krk“

Georg Breinschmid & Friends play exactly the kind of music that we associate with Austria’s capital city on the CD „Wien bleibt Krk“ (codaex/zappel music). Although here Vienna’s restrained Danube tristesse is replaced by humour. And at the latest by track three you will feel certain that good old Hans Moser will come strolling around the corner at any moment to offer a quick „Servus“ in his inimitable, incomprehensible voice and to toss in a few Mozartkugeln. The „Fußball-Aversions-Wienerlied“ is also excellent and Breinschmid shines as a singer. The classically trained double bass player was born in 1973 and has played in the orchestra of the Vienna State Opera and with the Vienna Philharmonic, which he abandoned in 1999 to become a jazz musician. Subsequently, he worked with the Vienna Art Orchestra, Charlie Mariano, Jasper van’t Hof, Archie Shepp, Harry Sokal, Christian Muthspiel and many others. A great musician, and – although I never would have thought that I could listen to this kind of music for more than three minutes – a successful album.


Kurier (A)

16 March 2008 – Werner Rosenberger – CD „Wien bleibt Krk“

An acoustic breath of fresh air for the Balkan-rhythm-infused Wienerlied provided by double bass player Georg Breinschmid and friends, such as the violinist Beni Schmid, the accordionist Stian Carstensen and the trumpeter Thomas Gansch. Splendid!


Sim’s Kultur/Insert in „Die Presse“ und „Kurier“ (A)

2/2008 – CD „Wien bleibt Krk“

It has become tedious to point out that the Balkans begin at Vienna’s Rennweg, as Metternich once put it. In Austria’s capital city, it is impossible to escape musical Balkanisation in the form of festivals, guest performances and collaborations. This makes it all the more amazing that, primarily through a combination of jazz, Schrammel aesthetics and humorous lyrics, Georg Breinschmid and his circle of friends manage to add a new facet to the topic on „Wien bleibt Krk“. The bass player is successful in celebrating the Wienerlied and its Southeastern European roots without breaking out into typical Austrian quibbling or adulation. The side blows and barbs are unmistakable. There are quotes by H.C. Artmann and the only Austrian pop star (Falco, of course), just to add the risk of copyright problems to the songs. Even if, as Breinschmid claims, the lyrics to the „Fußballaversions-Wiener-Lied“ are older and allude to mortifying experiences at school, the song is grist for the mill of sceptics of the 2008 European Football Championship. Breinschmid’s arrangements musically fuse together what was once a common musical heritage in order to break it up again with wild explosions. On „Wien bleibt Krk“, Georg Breinschmid and his „friends“, who include Aleksey Igudesman, Thomas Gansch, 4she, Tini Kainrath and Willi Resetarits, succeed in creating a forward-thinking musical field study and genealogy without getting caught up in the current Balkan hype or Viennese rapture.


Sound & Media (A)

May 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Quietly and secretly, the Wienerlied is becoming the genre of choice among Austrian musicians. In particular, jazz musicians are rediscovering the well-known melodies. The bass player Georg Breinschmid, whose musical socialisation took place in the classical genre – he played for the Lower Austrian Tonkünstler Orchestra and the Vienna Philharmonic – takes great pleasure in a musical journey along the Danube, playing with colleagues Tini Kainrath, Thomas Gansch, Agnes Heginger and Beni Schmid, and also singing himself. From classical pieces to world music, from the humorous „Fußball-Aversions-Wienerlied“ to a sentimental film song, everything is inventively packaged under the broad motto of the „new Wienerlied“. And thanks to the contributors, the quality is also high.


Neue Kärntner Tageszeitung (A)

18 April 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

A hit for everyone who is already getting annoyed by the European Football Championship
Jazz bass player Georg Breinschmid offers a welcome alternative for everyone who cannot stand to hear any more anthems for the 2008 European Football Championship. On his recently released CD, „Wien bleibt Krk“, the ex-member of the Vienna Philharmonic has composed Wienerlied pieces himself, including the „Fußball-Aversions-Wienerlied“. At the latest by the end of June, we will be happy to sing along to „I just could never stand kicking“ („Des Kickn des woa ma hoit imma scho z’bled“). Breinschmid and his guests, such as Willi Resetarits and Thomas Gansch, also offer an entertaining mix of Balkanesque-Viennese music.
Worth listening to, and not just in order to hear lyrics like „What’s supposedly so great about Mozart? Don’t ask me“ („Wos an Mozart so toll sein soll, diafts mi ned frogn“)!


Mostviertel-Basar (A)

22 April 2008 – Doris Schleifer-Höderl – CD „Wien bleibt Krk“

With his CD, the native of Amstetten offers me, a native of Vienna, a great gift. Every single one of the fifteen tracks is divine. The former classical double bass player for the Vienna Philharmonic has now devoted himself to jazz. Thank goodness, I must say, because otherwise „Wien bleibt Krk“ would never have been created.
Breinschmid presents pieces influenced by waltzes, polkas and gypsy music from the entire Danube region. Vienna was and is a melting pot of nations and that has now been captured musically. In my opinion, the compositions represent the new Wienerlied.
The lyrics are just as ingenious and embody freshness and originality.
For this reason alone you should snatch up the CD as soon as you can!


Radiomagazin (CH)

No. 25/26 2008 – Frank von Niederhäusern – CD „Wien bleibt Krk“

The Viennese bass player has long poured the humour of his homeland, characterised by its monarchic history, into roguish music that finds its place somewhere between Schrammln and Zappa. Now he is returning to the old Wienerlied and mixing it with Prater dances. Amazing!


Schwarzataler Bezirksbote/NÖN (A)

28 February 2008 – Wilfried Scherzer – CD „Wien bleibt Krk“

Seldom does a young plant sprout from the worlds of the infinite music universe. And when such an acoustic-botanical event does occur, it is usually stirred up by Mr. Resetarits – the doctor – or Thomas Gansch. Both of them played a significant role in this delight. And in the face of the impending EURO 2008, the „Fußball-Aversions-Lied“ simply exudes joy …
***** = A must-have


Kulturwoche.at (A)

Manfred Horak – CD „Wien bleibt Krk“

Georg Breinschmid presents himself as flexible and full of imagination on his new album, „Wien bleibt Krk“, a Wienerlied album with Balkan grooves and catchy, characteristic pop appeal, nourished with classical elements and a solid jazz foundation.
There is an abundance of vocal and instrumental pieces that demand a lot of attention on this pleasantly striking album. This is apparent, for example, in the bow to Falco performed together with Thomas Gansch in the ludicrous „I pee a hedgehog with long-lasting waves“, in proper German „I schiff an Igl mit Dauerwelln“, and the eternal lyrics „Falco lives, but he’s not the only one“ („Falco lebt, aber wir leben richtig“). Also a classic is the „Fußball-Aversions-Wienerlied“, which the masterly double bass player performs together with the vocal quartet 4she and in which he reveals presumably autobiographical memories to us, or, as Breinschmid writes in the booklet: „One of my first compositions and a way of coming to terms with the past, which I wrote a few years ago for a football music project. Incidentally, this song will become the official theme music for the European Football Championship 2008 played in Austria and Switzerland (or something like that).“ Well, the latter has unfortunately not come true because, as we know, someone else has „stormed“ the official theme song by „feverish“ means. However: The „Fußball-Aversions-Wienerlied“ captivates listeners with technical excellence, amazing plays and stamina throughout the entire play time. And the melody is outstanding in combination with the lyrics.
As if that weren’t enough, Breinschmid serves up other fine pieces, such as the duet with Agnes Heginger, „A klanes Brabitschek“, in which he develops his own imaginary language, inspired by the dialect poems by a certain H.C. Artmann and Gerhard Rühm. Another highlight is his „Komisches Wienerlied“ about off-key notes in contrast to classical harmonies, with the confession, „Everything that I like hurts others“ („ois wos mia gfoit, tuat den andren glei weh“). Standing in opposition to all these wonderful vocal pieces are vital instrumental songs, performed with Beni Schmid, Aleksey Igudesman, Sebastian Gürtler (all violin) and with Stian Carstensen on the accordion. In the composition „Wien bleibt Krk“, the Balkan seven-beat metre takes over after a brief visit to Johann Schrammel, because in the end we know that the Balkans begin in Vienna. The piece „Stammersdorfer Ausdruckstänz“, however, appears to be a waltz á la Frank Zappa, and the outstanding „Skubek’s Delight“ is filled with loads of gypsy-polka feeling. In the last piece on the album, the composer Georg Breinschmid finally steps back as a musician and makes room for Roland Guggenbichler on the piano and the vocal duo Tini Kainrath and Willi Resetarits. In „For the Lost Daughters and Sons of Vienna“, even the humour dies down. The song is inspired by Mirjam Unger’s film „Vienna’s Lost Daughters“, about the fate of eight Jewish women who had to flee from Vienna to escape the Nazis as teenagers in 1939. „With might and main you’ve torn me out/Out of my beautiful old flower pot/I would so much have liked to stay there“ („Mit oller Gwoit hobts ihr mi aussegrissn/Aus mein scheenen oidn Blumentopf/Dabei waar ich so gern noch bliebm“), writes Breinschmid, switching languages after these three verses in dialect: „I have been living in New York so long/In dignity I’m growing old/And yet my life has been so different/Sometimes the memory felt so cold“. Heard. Never forgotten. Bronner, look down!
Music: @@@@@@
Sound: @@@@@@


Espresso Rosi (A)

March 2008 – Kurt Ostbahn Homepage – CD „Wien bleibt Krk“

The first listen revealed that this is definitely one of the most interesting and idiosyncratic CDs of 2008 (and that it will certainly remain so until the end of the year!). A must-have for fans of music outside the mainstream and music enthusiasts who definitely do not want to go without a touch of humour (that becomes clear right away when you read the title of the disc). The highlights, in any case, are „Ein kleines Brabitschek“ with Agnes Heginger (major fun factor) and the touching „For the Lost Daughters and Sons of Vienna“ with Tini Kainrath, Willi Resetarits and Roland Guggenbichler.


Concerto (A)

Issue 2-08 – Martin Schuster – CD „Wien bleibt Krk“

Where There Is a Melody to the Madness
. Georg Breinschmid’s First Solo CD
Although he was not born in Vienna and did not even live in Austria the first five years of his life, the double bass player Georg Breinschmid – who has been an important figure in many well-known ensembles for quite some time – has expressed his powerful bond to the city of Vienna in a collection of compositions on the CD „Wien bleibt Krk“, which was presented at the end of March to an exuberant public. — „Of course my new CD is also about bass playing, there’s even a little bass solo number on it, but primarily I want to use it to present my compositions.“ This is how Georg Breinschmid outlines the basic concept behind his recently released CD, the first, incidentally, that bears only his name – after having already released various high-quality recordings with the Vienna Art Orchestra, the trio Mauve, the Christian Muthspiel trio, together with Agnes Heginger and with the quartet Pago Libre. „While planning the CD, it became more and more apparent that most of the pieces and ideas are held together by the theme ‘Vienna‘. There are some longer instrumental pieces that bear strong reference to the Balkans – one is called ‘Balkandrom‘ and teems with odd metres, another is the title piece of the CD, ‘Wien bleibt Krk‘. On one hand, there is a lot of improvisation throughout – that’s the jazz influence – but on the other, there are fully composed Wienerlieder (Viennese songs), Balkan pieces and a long concert waltz.“
Breinschmid, who also has two brothers who are musicians, was never actually exposed to Viennese music in his parents‘ home. After studying classical double bass, he had just been taken on by the Vienna Philharmonic when he ended his orchestra career in favour of other sounds. „During the second year, after reflecting for a long time and talking a lot with friends, I realised that jazz and improvised music are closer to my heart. It was a musical decision, but of course also a personal one. Obviously I can put a lot more of myself into jazz than into an orchestra as one of eight double bass players.“
And then it was a sideman job with Michael Heltau that convinced the technically brilliant young musician, who was open to all directions, of the potential of the Wienerlied: „In the encore block we played ‘In einem kleinen Café in Hernals‘ by Hermann Leopoldi. On the first concert evening, I thought, ‘Wow, that’s beautiful…‘. On the second, I was brought to tears. It was the same with other pieces I heard by Roland Neuwirth. But at 16, 17 years old I was also a permanent substitute in the ensemble in Hübner’s Kursalon, where I of course played a lot of waltzes, polkas and marches over and over again. That’s probably where I got hooked, but I only realised that it was an important part of me years later.“ — „Wien bleibt Krk“
The CD title is of course also meant as a political statement; Breinschmid has no problem with the cliché that the Balkans begin in Vienna – just the opposite: „Vienna and the Balkans form a large cultural region that belongs together. Because of recent political developments, it is no longer as divided as it was during the time of the Iron Curtain. For me, the Balkans are like the soul of Europe. No matter what certain politicians may espouse.“
The bass player has an affectionate-grumpy view of the Viennese tradition and brings it into the present in a respectful but unorthodox way: „I am not at all an expert in Viennese music, but I think I can say a thing or two about it. Viennese music doesn’t have a lobby or a large forum and can be kitschified very easily – for example, by underlaying it with sweet strings.“ Now, strings occupy a prominent place in almost every piece on „Wien bleibt Krk“, but Breinschmid proves to have had the right touch when it came to picking his fellow musicians because he got true experts. Most of the titles on the variegated CD were played by two trios. He was either accompanied by the two violinists Aleksey Igudesman and Sebastian Gürtler, or by the accordionist Stian Carstensten and the multitalented Beni Schmid on the violin. There’s the almost 10-minute „Stammersdorfer Ausdruckstänze“, the extremely atmospheric „Midnight in Heanois“ and the virtuosic-cosmopolitan „Balkandrom“ already mentioned – all a long way from honeyed „Heurigenseligkeit“ (wine-garden culture) and whiny self-reflection.
A few more tidbits: for instance, „A klanes Brabitschek“, where Breinschmid indulges in his affinity for lyrics à la Vienna Group with the pleasant Agnes Heginger, or the „Fußball-Aversions-Wienerlied“, an anti-football anthem performed with the women’s vocal quartet 4she. „We’ll see, maybe it’ll go with the European football championship – or maybe I’ll get death threats from angry football fans because of it… or a Grammy… or both…“ Finally, Georg Breinschmid presents two pieces featuring his duet with the „fantastic, but unfortunately completely humourless“ trumpeter Thomas Gansch, which he had already tried out live. And at the very end are reflections by Tini Kainrath and Willi Resetarits on the fate of eight Jewish women who had to flee from Vienna to the U.S. to escape the Nazis in 1939, inspired by Mirjam Unger’s film „Vienna’s Lost Daughters“.
This first CD by Georg Breinschmid has turned out to be a self-confident debut, and we can hope that he gets the attention he deserves as a composer. Closing remarks? Voilà: „I want to stay eclectic throughout my life. Over the last few years, I have done more and more of my own things and have written my own music. I can’t collaborate on a project where I can’t bring myself in as a person, my musical being, where I just have to play the notes provided. Otherwise I would do the same thing as before – sit in an orchestra as a public servant.“


Salzburger Nachrichten (A)

8 March 2008 – Clemens Panagl – CD „Wien bleibt Krk“

To gather all his jazz friends together, Georg Breinschmid would have to record an entire box of CDs. The ex-Philharmonic musician is one of the most sought-after bass players on the Austrian jazz scene. For his first solo album, he asked partners such as Beni Schmid and Stian Carstensen to his studio. However, „Wien bleibt Krk“ (Zappel) is not just about jazz encounters: The Balkans meet the Wienerlied, and virtuosity is taken with a pinch of salt, as in the „Fußball-Aversions-Wienerlied“, just in time for the EURO.


Wohin in Wien (A)

April 2008 – CD „Wien bleibt Krk“

Ex-Philharmonic musician Breinschmid has brought together a top-notch group of friends for this album. The Wienerlied with a Balkan extension, played with the unlimited scope of jazz in mind, and resulting in something that sounds as if the Schrammels had composed something with a gypsy choir which was then interpreted by humorous jazz virtuosos. Great!
asily replace an orchestra, was especially acclaimed.

Georg @ Facebook

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